Wohl erst in der zweiten Jahreshälfte 2014 dürfte klar sein, wie viel Geld die Bank auf den Tisch legen muss. Das Oberlandesgericht München (OLG) hatte das Geldhaus im Dezember 2012 zu Schadenersatz für die Pleite von Kirchs Medienkonzern 2002 verurteilt, die Höhe aber offen gelassen. Am Freitag bestimmte das OLG den Gutachter, der helfen soll, die Schadenshöhe zu bestimmen.

Auf Lars Franken von der Essener Wirtschaftsprüfungsgesellschaft IVC Independent Valuation & Consulting wartet nun eine Mammutaufgabe. Er soll vor allem klären, wie hoch der Marktwert der von Kirch gehaltenen ProSiebenSat.1-Stammaktien war, die der Insolvenzverwalter nach der Pleite des Medienimperiums verkaufen musste.

Zudem soll er klären, wie hoch der Abschlag gewesen sein dürfte, den Kirch angesichts seiner Lage bei dem Verkauf hinnehmen musste. Auf der Kirch-Seite schätzt man den Schaden auf fast 1,5 Milliarden Euro.