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Corona-Konjunkturpaket

Kfz-Steuer-Erhöhung: Diese Autos werden bald teurer

Die Kfz-Steuer wird erhöht. Diese Änderung ist Teil des Corona-Konjunkturpaketes der Bundesregierung: Was dahinter steckt und welche Autos demnächst teurer werden.
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Die Bundesregierung hat am Freitag (12. Juni 2020) eine Neuregelung der Kfz-Steuer in Deutschland beschlossen. Die Regierungsparteien wollen die Bundesbürger auf diese Weise motivieren, klimafreundlichere Autos zu kaufen. In den vergangenen Jahren boomte der Absatz von SUVs und Geländewagen, die relativ viel Kohlendioxid (CO2) ausstoßen. 

Konkret geht es darum, dass die Steuer ab 2021 für große "Spritschlucker" erhöht wird. Hintergrund dieser Änderung ist, dass die Kohlendioxid-Emissionen im Straßenverkehr um rund 40 Prozent verringert werden sollen. Im Gesetzesentwurf des Bundesfinanzministeriums heißt es, dass es neue Anreize dafür geben soll, beim nächsten Neuwagenkauf "ohne Verbote und Strafabgabe" eher einen umweltfreundlicheren Wagen auszuwählen. Das berichtet unter anderem die Deutsche Presse-Agentur

inFranken.de stellt die Pläne der Bundesregierung kompakt im Überblick vor: 

  • Neues Berechnungsmodell: Das neue Modell hat zum Ziel umweltunfreundlichere Autos höher zu besteuern, als andere. Neben dem Hubraum fließt hierfür eine neu verschärfte Klimakomponente ein. Diese orientiert sich am Benzinverbrauch, also am Wert des "CO2"-Ausstoßes. 

    Die neue Klimakomponente hat ein Sechs-Stufen-Modell inne und ist steigend - von zwei auf vier Euro pro Kohlendioxid-Gramm je Kilometer. 

    Einige Beispiele: Bei einem "CO2"-Ausstoß von 95 Gramm pro Kilometer liegt der Steuer-Aufschlag bei null. Von 96 Gramm bis 115 Gramm liegt der Aufschlag, wie bisher, bei zwei Euro pro Gramm sowie Kilometer. Ab einem Ausstoß von 116 Gramm pro Kilometer steigt die Klimakomponente vergleichsweise an. Zuerst auf 2,20 Euro, dann auf 2,50 Euro, 2,90 Euro und 3,40 Euro. Der Spitzensatz liegt ab einem Ausstoß von 195 Gramm auf vier Euro. "Die Steuer wird sich im Vergleich zur bisher gewohnten Höhe deutlich verändern", heißt es dazu vom Bundesfinanzministerium. 

  • Für wen sich was ändert: Die meisten Verbraucher werden die Steueränderung nicht bemerken, da diese nur für Neuzulassungen gelten wird. Und längst nicht alle Verbraucher, die sich für einen Neukauf entscheiden, merken die Neuerung. Beispielsweise sind Elektroautos für zehn Jahre von der Kfz-Steuer ausgenommen. 

    Erst ab einem "CO2"-Ausstoß von 116 Gramm je Kilometer muss mit einem Aufschlag gerechnet werden. Das bedeutet im Umkehrschluss: Der durchschnittliche Neuwagen wird bei der Kfz-Steuer teurer.

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  • Wer wie viel mehr bezahlt: Der "CO2"-Ausstoß lag im Jahr 2019 im Durchschnitt bei einem Wert von 157 Gramm pro Kilometer. Daran orientiert wird das Durchschnittsauto jährlich um 15,80 Euro teurer. Beispielsweise wird ein Familienauto, wie der "VW Passat" (120 Gramm pro Kilometer) einen Euro teurer. Bei einem Kleinwagen, wie dem "Opel Corsa" (95 Gramm pro Kilometer), ändert sich hingegen nichts.

     

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    Anders sieht es bei SUVs aus. Für einen "VW T-ROC" (151 Gramm pro Kilometer) fallen 11,50 Euro an. Für einen "Audi Q8" (182 Gramm pro Kilometer) sogar fast 42 Euro mehr. Auch bei Sportwagen macht sich die geplante Gesetzesänderung bemerkbarer: Für einen "Porsche 911" (215 Gramm pro Kilometer) wären es fast 100 Euro mehr, für einen "Ferrari 812" (340 Gramm pro Kilometer) fast 350 Euro. 

Die SPD betonte zuletzt, welch große Bedeutung der Gesetzesänderung im Zusammenhang mit dem verabschiedeten Klimapaket zukomme. Man wolle außerdem "mögliche Kaufzurückhaltungen" durch mangelnde Planungssicherheit in der Corona-Krise vermeiden, erklärte SPD-Fraktionsvize Bartol. 

Erst kürzlich hat die Politik die Mehrwertsteuer gesenkt: So sparen Sie ab Juli Geld. 

tu/dpa

 

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