Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi nimmt sich im aktuellen Tarifstreit der Wach- und Sicherheitsbranche als nächstes ein Chemieunternehmen am Niederrhein vor. Das kündigte Verdi am Sonntag an.

Verdi will für 34 000 Beschäftigte der Wach- und Sicherheitsbranche in Nordrhein-Westfalen höhere Löhne durchsetzen. Am Donnerstag und Freitag hatten die Sicherheitsleute durch ihren Streik an den Flughäfen Düsseldorf und Köln/Bonn für massive Behinderungen gesorgt. In der Woche zuvor war das in Hamburg der Fall.

Wegen der Folgen hat die Luftfahrtbranche Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) ermahnt. «Die hoheitliche Aufgabe der Luftsicherheitskontrollen obliegt der Bundespolizei. Auch wenn sie private Sicherheitsdienste mit der Umsetzung dieser Aufgabe beliehen hat, so bleibt es in der Verantwortung des Bundes, die hoheitliche Aufgabe der Fluggastkontrollen sicherzustellen», heißt es in einem Schreiben an Friedrich, das dpa vorliegt.