Demnach gaben nur 8 Prozent aller befragten Arbeitnehmer an, dass ihr Unternehmen in diesem Zeitraum familienfreundlicher geworden ist. Zugleich antworteten lediglich 38 Prozent, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sei in ihrer Firma eine Selbstverständlichkeit.

Nach wie vor ließen viele Firmen außer Acht, dass sie von einem familienfreundlichen Umfeld selbst profitierten. «Das Ergebnis von Familienfreundlichkeit sind motivierte, loyale Mitarbeiter, die das Unternehmen weiterempfehlen», sagte Martin Sonnenschein, Partner bei A.T. Kearney. Das sei in Zeiten von demografischem Wandel und Fachkräftemangel ein Schlüssel zum unternehmerischen Erfolg. «Es muss für Mütter und Väter möglich sein, familienbedingte Auszeiten zu nehmen oder auch eine Zeit lang die Arbeitszeit zu reduzieren, ohne dass sie dadurch berufliche Nachteile befürchten müssen», sagte Sonnenschein.