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Wirtschaft

Streik bei Kaufhof und Karstadt: Verdi-Mitglieder legen die Arbeit nieder - hier wird in Franken gestreikt

Streiks bei Karstadt und Kaufhof: Am Donnerstag, 12. Dezember 2019, streiken zahlreiche Mitarbeiter von Kaufhof, Karstadt Sports und Karstadt Feinkost. Bundesweit wurde in 68 Filialen die Arbeit niedergelegt. Auch in Franken sind einige Kaufhäuser von dem Streik betroffen.
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Kaufhof und Karstadt-Streiks: Auch in Franken sind einige Standorte betroffen. Foto: Sebastian Gollnow/dpa
Kaufhof und Karstadt-Streiks: Auch in Franken sind einige Standorte betroffen. Foto: Sebastian Gollnow/dpa

Mit den Streiks soll der Druck auf die Leitung der Unternehmen erhöht werden. Es soll in den aktuell laufenden Tarifverhandlungen am 12. und 13. Dezember eine Einigung gefunden werden. Das vermeldet die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi) in einer Pressemitteilung. Seit der Fusion der Unternehmen Karstadt und Kaufhof und insbesondere nach der Übernahme des Unternehmens "Sport Scheck" laufen die Verhandlungen mit den Angestellten.

Karstadt Kaufhof Streik: Bis zu elf Prozent weniger Geld

Laut dem Spiegel soll ein gemeinsamer Sanierungstarifvertrag für die Subunternehmen entstehen. Laut Verdi bedeutet eine Verschmelzung der Unternehmen ohne neuen Tarifvertrag ein finanzieller Nachteil. Für die Angestellten des Unternehmens Kaufhof würde dieser Status quo einen Gehaltsverlust von rund elf Prozent bedeuten. "Die Beschäftigten bei Kaufhof, aber auch Karstadt, sind sauer. Sie verlangen, dass es endlich eine sichere tarifvertragliche Lösung für die Zukunft des Warenhauses und ihre Arbeitsplätze gibt und dass die kräftezehrende Hängepartie ein Ende hat", sagte Orhan Akman, Verhandlungsführer von Verdi in der Pressemitteilung. Die Gewerkschaft hatte angekündigt, dass die Beschäftigten in 68 Kaufhof- 16 Karstadt Sports- und acht Karstadt Feinkost-Filialen an den Streiks teilnehmen würden.

An diesen Orten in Franken wird gegen Gehaltskürzungen gestreikt

Auf Nachfrage von inFranken.de erklärte die Leitung der zuständigen Abteilung Verdi-Bayern, dass die angekündigten Streiks spontan stattfinden würden und "weh tun" müssten. Die Organisatorin des Streiks, Gabriele Ziegler, erklärte, dass die Mitarbeiter der betroffenen Filialen aus Erlangen, Nürnberg und Würzburg die Arbeit niedergelegt hatten. "Sie haben sich heute Morgen mit dem Bus auf den Weg nach Schweinfurt gemacht, um dort zu streiken", erklärte sie. Paul Lehmann, zuständig für den Bereich Oberfranken der Verdi stellte zudem klar: "In Oberfranken kommt es vorerst zu keinen weiteren Streiks."