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Käufer für Supermarktkette Real in Aussicht: Wie geht es für die 34.000 Mitarbeiter weiter?

Wie geht es weiter mit Real? Der Handelskonzern Metro will die 280 Supermärkte möglichst als Ganzes verkaufen. Nun scheint ein erster Durchbruch gelungen. Es geht beim Real-Verkauf auch um die Zukunft von 34.000 Mitarbeitern.
 
Die Supermarktkette Real soll als Ganzes verkauft werden. Was geschiet mit den 34.000 Mitarbeitern? Foto: Federico Gambarini/dpa
Die Supermarktkette Real soll als Ganzes verkauft werden. Was geschiet mit den 34.000 Mitarbeitern? Foto: Federico Gambarini/dpa

Der Handelskonzern Metro kommt beim geplanten Verkauf seiner rund 280 Märkte umfassenden Supermarktkette Real voran. Mit einem vom Einzelhandelsimmobilien-Spezialisten Redos geführten Konsortium seien exklusive Vertragsverhandlungen vereinbart worden, teilte Metro am Mittwochabend in Düsseldorf mit. Das Rahmenkonzept sehe vor, Real als Ganzes an Redos zu veräußern.

Vertragsabschluss über Real-Verkauf im Sommer geplant

Metro würde demnach zunächst am operativen Geschäft von Real mit 24,9 Prozent beteiligt bleiben. Das Konzept des potenziellen Käufers basiere "sowohl auf umfangreichen Investitionen als auch auf einer Anpassung des Filialnetzes". Ziel sei es, im Sommer zu einem Vertragsabschluss zu kommen.

Der Verkaufsprozess für die 34.000 Mitarbeitern zählende Kette Real war im September 2018 eingeleitet worden. An diesem Donnerstag legt die Metro AG ihre Halbjahreszahlen vor. Ergebnis: Die Real-Abschreibung drückte den Konzern im zweiten Quartal tief ins Minus. Unter dem Strich belief sich der Verlust auf 459 Millionen Euro.

Konzernchef Olaf Koch bezeichnete den potenziellen Käufer - das von Redos geführte Konsortium - als einen starken und erfahrenen Partner, der aus seiner Sicht das überzeugendste Konzept für die Neuausrichtung von Real vorgelegt habe. "Als Minderheitsgesellschafter sind wir bereit, den weiteren Weg verantwortungsvoll für einen definierten Zeitraum zu begleiten." Metro will sich komplett auf das Großhandelsgeschäft konzentrieren.

Werden die Mitarbeiter übernommen?

Wie es nach einem mögliche Redos-Kauf für die Real-Mitarbeiter weitergehen soll, ist noch nicht klar. Laut Redos-Geschäftsführer Oliver Herrmann lege man bei Standortabgaben "großen Wert darauf, dass die Mitarbeiter übernommen werden", heißt es in einer Mitteilung von Metro.

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