Allerdings sei der Überschuss um 16 Prozent auf 17,9 Milliarden Dollar (rund 13,1 Mrd Euro) gefallen, teilte die größte US-Bank am Dienstag in New York mit. Experten hatten jedoch mit einem etwas stärkeren Gewinnrückgang des Deutsche-Bank-Konkurrenten gerechnet.

JPMorgan-Chef Jamie Dimon versucht derzeit reinen Tisch zu machen und drückte zuletzt bei der Aufarbeitung der Finanzkrise aufs Tempo. So schaffte er erst vor kurzem mit der Zahlung von 2,6 Milliarden Dollar die Verwicklung in die Betrügereien des Börsenmaklers Bernard Madoff aus der Welt. Im Herbst hatte die Bank zudem für fragwürdige Hypothekendeals die Rekordstrafe von 13 Milliarden Dollar bezahlt.

Insgesamt gab die Großbank im vergangenen Jahr 23 Milliarden Dollar für das Ende von Rechtsstreitigkeiten aus - davon schlugen rund neun Milliarden Dollar auf das Ergebnis durch. Einen Teil der Strafen konnte die Bank durch Aktien- und Spartenverkäufe ausgleichen.