In punkto Vergleichbarkeit sollen Banken verpflichtet werden, Gebührenlisten zu erstellen und etwa im Internet zu veröffentlichen. Unabhängige Vergleichswebsites sollen den Überblick erleichtern. Will ein Kunde die Bank wechseln, soll sein Girokonto einfach und innerhalb von zwei Wochen übertragen werden. Die Kosten dafür müssen «angemessen» sein.

Die deutschen Banken und Sparkassen sehen die Pläne kritisch. Ihrer Ansicht nach sind Preise und Leistungen hierzulande übersichtlich und der Bankenwechsel unproblematisch. Der Rheinisch-Westfälische Genossenschaftsverband (RWGV) nannte das geplante EU-Gesetz mangelhaft.

Der vorrangige Vergleich der Konditionen setze falsche Anreize. «Wer als Kunde dazu angehalten wird, nur auf die Gebühren zu schauen, der fällt leichter auf Lockvogel-Angebote unseriöser Marktteilnehmer herein», sagte der RWGV-Vorstandsvorsitzende Ralf W. Barkey.

Der CDU-Europaabgeordnete Werner Langen sprach mit Blick auf die Bedenken der Banken von einem «vernünftigen und vertretbaren Kompromiss», der gefunden worden sei.