Noch deutlicher aber stiegen die Einfuhren, sie legten im Jahresvergleich um 19,6 Prozent zu. Als wesentlicher Grund für beide Entwicklungen gilt der schwache Yen - ein Produkt der als «Abenomics» bekannten Wirtschaftspolitik Japans.

Das Defizit in der japanischen Handelsbilanz weitete sich indes stark aus. Es stieg von 182 Milliarden Yen im Vormonat auf rund eine Billion Yen im Juli. Das ist der dritthöchste jemals verzeichnete Fehlbetrag. Der Handelsbilanzsaldo liegt seit mittlerweile mehr als einem Jahr im roten Bereich - ein für das exportstarke Japan sehr ungewöhnlicher Zustand.

Das Konzept der seit Spätherbst amtierenden Regierung unter Premier Shinzo Abe sieht vor, die wachstumsschwache und unter Preisverfall leidende Wirtschaft Japans durch eine aggressive Geldpolitik und expansive Fiskalpolitik anzuschieben. Insbesondere die Geldschwemme der Bank of Japan hat den Yen seither massiv geschwächt, was japanische Produkte auf den Weltmärkten verbilligt und die Exporte steigen lässt.