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Hamburg
Wirtschaftliche Schieflage

Insolvent nach Corona-Krise: Beliebte Mode-Kette vor dem Aus

Durch die Corona-Krise sind mehrere Modemarken in wirtschaftliche Schieflagen geraten. Während sich eine Marke Staatshilfen gesichert hat, steht eine weitere vor der Insolvenz.
 
Durch die Corona-Krise ist die Modekette in eine wirtschaftliche Schieflage geraten. Symbolfoto: unsplash.com

Die in der Corona-Krise in Schieflage geratene Modemarke "Tom Tailor" mit ihren rund 3400 Mitarbeitern wird durch Staatshilfen gesichert. Wie die Hamburger "Tom Tailor Holding" am Montagabend (8. Juni 2020) mitteilte, hätten Bundesregierung und die Länder Hamburg und Nordrhein-Westfalen (NRW) der "Tom Tailor GmbH" eine Bürgschaft in Höhe von 100 Millionen Euro zugesagt. Die besicherte Finanzierung habe eine Laufzeit bis Ende September 2024. 

Auch die Banken hätten sich grundsätzlich bereit erklärt, bis dahin alle Kreditlinien mit einem Volumen von insgesamt 355 Millionen Euro zu weitgehend unveränderten Konditionen zu verlängern. Zudem wolle der Mehrheitsaktionär der Holding, die chinesische "Fosun International Limited", die Laufzeit eines der "Tom Tailor GmbH" gewährten Darlehens in Höhe von 28,5 Millionen Euro bis Ende 2024 verlängern, hieß es.

Corona-Krise: Modekette beantragt Insolvenzverfahren 

Eine für die ebenfalls zur "Tom Tailor Holding" gehörende "Bonita GmbH" beantragte Bürgschaft sei hingegen nicht zugesagt worden. Wegen drohender Zahlungsunfähigkeit sollte den Angaben zufolge noch am Montag ein Schutzschirmverfahren in Eigenverwaltung für das Unternehmen in Hamminkeln in Nordrhein-Westfalen (NRW) mit gut 2400 Mitarbeitern beantragt werden. Zudem sei aufgrund der Verpflichtungen gegenüber der "Bonita GmbH" eine Insolvenz bei der "Tom Tailor Holding SE" unausweichlich.

"Der Vorstand der Gesellschaft hat daher entschieden, heute beim zuständigen Amtsgericht Hamburg die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens zu beantragen", teilte der Konzern mit.