Binnen Monatsfrist blieben die Verbraucherpreise unverändert. 2,0 Prozent ist exakt die Zielmarke der Europäischen Zentralbank (EZB) für ein stabiles Preisniveau im Euroraum.

Ökonomen stimmen bereits auf bald wieder steigende Raten ein. Die Commerzbank sprach angesichts der jüngsten Daten von «trügerischer Ruhe»: Die Geldschwemme der EZB lasse befürchten, «dass die Verbraucherpreise mittelfristig auf breiter Front um mehr als zwei Prozent pro Jahr steigen» werden. Kritiker bezweifeln, dass es den Währungshütern gelingen wird, die gigantischen Summen billigen Geldes wieder aus dem Markt zu ziehen, mit dem die EZB derzeit Banken stützt.

Im August hatte der rasante Preisauftrieb bei Sprit und Heizöl die Teuerung in Deutschland stärker in die Höhe getrieben als zunächst erwartet: Die Jahresrate war von 1,7 Prozent im Vormonat auf 2,1 Prozent geklettert. Damit war für Deutschland erstmals seit April 2012 wieder eine Teuerungsrate oberhalb von 2,0 Prozent ermittelt worden.

Meldungen aus den Bundesländern zufolge blieben die Energiekosten auch im September Hauptpreistreiber. Heizöl und Benzin zum Beispiel verteuerte sich im Monats- wie im Jahresvergleich zum Teil erheblich. Traditionell günstiger werden nach dem Ende der Sommerferien Pauschalreisen. Die endgültigen Ergebnisse für September 2012 will das Statistische Bundesamt am 11. Oktober veröffentlichen.