Analysten hatten einen Anstieg erwartet. Grund für den Rückgang sind vor allem sinkende Energiepreise. Zugleich verharrt die Arbeitslosigkeit in der Währungsunion auf hohem Niveau, im Dezember betrug die Quote wie in den Vormonaten zwölf Prozent.

Volkswirte rechnen daher damit, dass die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Geldpolitik weiter lockern wird, einige erwarten sogar eine nochmalige Zinssenkung. Bei der Sitzung am kommenden Donnerstag (6.2.) dürfte der EZB-Rat aber nach gängiger Meinung noch nicht handeln.

Hauptgrund für die schwächere Inflation zur Jahresbeginn sind vor allem rückläufige Energiepreise, die 1,2 Prozent niedriger als vor einem Jahr lagen. Zudem schwächte sich der Preisauftrieb bei Nahrungsmitteln leicht ab. Mit den neuen Zahlen entfernt sich die Inflationsrate wieder vom Zielwert der EZB von knapp zwei Prozent, bei der die Währungshüter die Preisstabilität gewahrt sehen.