Die Europäische Zentralbank (EZB) sieht ein stabiles Preisniveau bei einer Jahresteuerung von knapp unter 2 Prozent. Ökonomen rechnen für die kommenden Monate mit einer leicht anziehenden Preissteigerung. «Die deutsche Inflation wird voraussichtlich langsam zum oberen Ende der Inflationsraten in der Eurozone kriechen», kommentierte die Berenberg Bank die neuesten Zahlen.

Niedrige Arbeitslosigkeit und eine stabile Binnennachfrage dürften demnach weitere Lohnerhöhungen nach sich ziehen - und damit auch steigende Preise. Nach Zahlen der Statistiker vom Montag hatten die tariflichen Monatsverdienste in Deutschland schon im Juli im Schnitt 3,2 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats gelegen.

Die Postbank rechnet hingegen damit, dass sich die Rate in den nächsten Monaten bei 2,0 Prozent einpendeln wird. Vor allem der jüngste Preisrückgang beim Sprit hat nach Einschätzung der Experten eine höhere Inflation im Oktober verhindert.