Hamburg

Hafenwirtschaft sieht Hamburger Hafen zunehmend unter Druck

Im Hamburger Hafen ist wieder Wachstum angesagt. Allerdings weitaus weniger als bei den Konkurrenten etwa in Rotterdam und Antwerpen. Der Abstand wird größer.
 
Hamburger Hafen
Blick in den Hamburger Hafen. Foto: Marcus Brandt/dpa

Die Hamburger Hafenwirtschaft sieht den größten deutschen Seehafen unter wachsendem Druck alter und neuer Konkurrenten in Europa.

Mit einem Umschlagsplus von 3,1 Prozent in den ersten neun Monaten 2021 sei zwar der «Wachstumspfad nach dem schwierigen letzten Jahr wieder erreicht» worden, sagte der Präsident des Unternehmensverbandes Hafen Hamburg (UVHH), Gunther Bonz, am Dienstag. Neben Licht gebe es aber auch Schatten, weil die Häfen in Rotterdam mit 8,6 Prozent und Antwerpen mit 4,8 Prozent höhere Wachstumsraten aufwiesen. «Das heißt, der Abstand von uns zu den beiden Hauptkonkurrenten vergrößert sich.»

Daneben sieht die Hafenwirtschaft in der Hansestadt neben den alteingesessen Konkurrenten an der Nordseeküste eine Bedrohung durch aufstrebende Wettbewerber. Bonz nannte als Beispiel den Danziger Hafen, wo die Umschlagskapazität für Containerschiffe und die Schienenanbindung ausgebaut werde. Als weiteres Beispiel sieht der Verband Piräus. Der griechische Hafen ist schon heute Nummer 1 am Mittelmeer und wird unter der Regie des chinesischen Reederei- und Hafenkonzerns Cosco ausgebaut. «Da wächst ein großer Konkurrent heran», sagte Bonz.

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