Man wolle sich zunächst die am Dienstag übermittelten Vorschläge des Unternehmens genau anschauen und sich erst am Donnerstag äußern, sagte ein Gewerkschaftssprecher am Mittwoch in Frankfurt. «Die Tarifabteilung prüft die Vorschläge der Bahn sorgfältig. Wir wollen nicht vorschnell entscheiden.»

Die Bahn hatte unter anderem eine 100-prozentige Einkommensgarantie für Lokführer angeboten, die als Folge «traumatischer Ereignisse» ihren Beruf nicht mehr ausüben können. Das betrifft jene, die mit ihrem Zug Selbstmörder überfahren haben.

Die GDL fordert eine spezielle Lokführer-Versicherung gegen Berufsunfähigkeit. Bislang hatte sie mit Streiks vom 16. Januar an gedroht, sollte die Bahn diese Forderung nicht erfüllen.

Die GDL will alle Lokführer gegen Einkommenseinbußen absichern, wenn sie aus Gesundheitsgründen fahruntauglich werden und auf einen anderen Arbeitsplatz wechseln müssen. Aus Sicht der GDL sollte allein die Bahn die Versicherungsprämien zahlen.