«Wie viele der etwa 5500 Stellen in Deutschland betroffen sind, ist noch offen. Wir sprechen jetzt mit den Arbeitnehmervertretern», sagte FTS-Vorstandschef Rod Vawdrey der dpa. «Wir können nicht ausschließen, dass die Restrukturierung auch das Werk in Augsburg betreffen, wo wir Server, Laptops und PCs bauen.»

In Augsburg sind etwa 1700 Mitarbeiter beschäftigt, in München 1300 und am ehemaligen Siemens-Nixdorf-Standort Paderborn 750. Vawdrey sagte, FTS müsse «die Kostenbasis bis 2015 um 150 Millionen Euro senken». Der bayerische IG-Metall-Sprecher Michael Knuth sagte zum Stellenabbau: «Uns liegen noch keine konkreten Zahlen für Deutschland vor.»

Der Mutterkonzern Fujitsu rechnet in dem bis Ende März laufenden Geschäftsjahr 2012/13 mit einem Verlust von 95 Milliarden Yen oder rund 750 Millionen Euro. Allein im abgelaufenen Quartal war ein Verlust von 620 Millionen Euro verbucht worden - vor allem für den Konzernumbau, der auch das Halbleitergeschäft in Japan massiv trifft.