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Rückruf-Ticker

Giftiges Kinderspielzeug zurückgerufen: Chemie-Belastung in deutschen Kindergärten zu hoch

Das europäische Schnellwarnsystem "RAPEX" warnt aktuell vor Kunststoff-Spielfiguren aus dem Videospiel "Fortnite": Alle Informationen finden Sie im Rückruf-Ticker von inFranken.de.
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Das europäische Schnellwarnsystem "RAPEX" warnt vor bedenklichen Stoffen in einigen Spielzeugfiguren aus dem Spiel "Fortnite". Grafik: inFranken.de
Das europäische Schnellwarnsystem "RAPEX" warnt vor bedenklichen Stoffen in einigen Spielzeugfiguren aus dem Spiel "Fortnite". Grafik: inFranken.de
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Deutschlandweit werden täglich die verschiedensten Produkte und Lebensmittel wegen möglicher Gesundheitsgefahren zurückgerufen. Oftmals geraten während der Produktion Fremdkörper wie, Glas, Holz oder Metall in die Nahrungsmittel und gefährden die Gesundheit der Konsumenten: Bisweilen werden Reinigungsrückstände in Lebensmitteln festgestellt, mitunter geht von Spielzeug eine Gefährdung durch verschluckbare Kleinteile aus. In unserem Rückruf-Ticker halten wir Sie über aktuelle Rückrufe in ganz Deutschland auf dem neuesten Stand.

Rückruf am 17.01.2020: "EPIC Games" ruft" Fortnite"-Spielfiguren zurück

Das europäische Schnellwarnsystem "RAPEX" informiert über bedenkliche Inhaltsstoffe in "Fortnite"-Spielfiguren. Schwedische Behörden konnten gesundheits- und umweltschädliche Bestandteile im verwendeten Kunststoffe der Spielzeuge entdecken.

Unter anderem konnte "Bis (2-ethylhexyl) phthalat (DEHP)" nachgewiesen werden, ein Stoff welcher die Gesundheit von Kindern schädigt und möglicherweise deren Fortpflanzungssystem beeinträchtigt. Daneben wurden noch kurzkettige "Chlorparaffine (SCCPs)" entdeckt, welche bereits in geringen Konzentrationen für Wasserorganismen giftig sind und ein Risiko für die menschliche Gesundheit und die Umwelt darstellen. Sie werden außerdem als möglicher Auslöser für Krebs eingestuft.

In deutschen Kindergärten werden im Schnitt dreimal so hohe Belastungen durch verschiedene chemische Stoffe festgestellt, als in einem durchschnittlichen deutschen Haushalt. Dies sei in Hinsicht auf die Gesundheit der Kinder besonders kritisch zu hinterfragen, heißt es laut produktwarnung.eu.

Der Rückruf im Überblick:

  • Produkt: "Spielzeugfiguren aus Kunststoff"
  • Marke. "EPIC Games", "Fortnite"
  • Name: "Battle Royale Collection"
  • Artikelnummer: 63519, 63519-00/0011-R1, Amazon-Nr "B07JKVTNM4"
  • Barcode/EAN/GTIN: "63099663519"

Rückruf am 15.01.2020: IKEA ruft Trinkbecher zurück

Wegen möglicher Chemikalien-Belastung ruft Ikea einen Trinkbecher zurück. Das Möbelhaus bittet Kunden, die den Becher "Troligtvis" mit der Bezeichnung "Made in India" gekauft haben, diesen nicht mehr zu verwenden. Zur Begründung hieß es in der Mitteilung vom Mittwoch (15.01.2020): "Aktuelle Tests haben gezeigt, dass die vorgeschriebenen Grenzwerte freigesetzter Chemikalien unter Umständen überschritten werden."

Es geht um "Dibutylphthalat (DBP)" - einen Stoff, der nach Vorgaben von Ikea nicht in Produkten mit Kontakt zu Lebensmitteln vorkommen soll. Der Becher wurde seit Oktober 2019 verkauft und nun aus dem Sortiment genommen.

Kunden, die ihn gekauft haben, sollen ihn zurückbringen und bekommen auch ohne Kassenbon ihr Geld zurück. Man rufe den Becher vorsorglich zurück, "obwohl das Risiko sehr gering ist, dass es zu einer unmittelbaren negativen Auswirkung auf die Gesundheit kommt", hieß es in der Mitteilung.

Rückruf am 13.01.2020: Käse-Rückruf wegen Glassplittern

Aktuell wird ein Produkt zurückgerufen: In einer Käsesorte können sich Informationen des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit Glassplitter befinden. Dabei handelt es sich um einen speziellen Weichkäse. Folgendes Produkt ist betroffen:

  • Produkt: "Erzincan Tulum Peyniri, Nomaden-Weichkäse nach türkischer Art, 45% Fett in Tr."
  • Format: 500-Gramm-Packung
  • "Los"-Kennzeichnung: "462"
  • Haltbarkeit: 15. Mai 2020

Der Weichkäse wurde in den Niederlanden hergestellt und nach Deutschland importiert. Derzeit ist jedoch unklar, in welchen Supermärkten und Discountern das Produkt verkauft wurde.

Nicht nur das Bundesamt warnt Verbraucher vor dem Käse. produktwarnung.eu weist auf die Gesundheitsgefährdung hin, falls der Käse gegessen wird. "Metallische Fremdkörper, Glasscherben oder Glassplitter, Holz- und Kunststoffsplitter können zu ernsthaften Verletzungen im Mund- und Rachenraum sowie zu inneren Verletzungen oder Blutungen führen", heißt es von Seiten des Verbraucherportals.

Der Käse kann im jeweiligen Handel zurückgegeben werden.

Rückruf vom 09.01.2020: Aktueller Tee-Rückruf

Wie lebensmittelwarnungen.de, das Portal der Bundesländer und des Bundesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit meldet, müssen Hanfblüten und -blätter der Firma "Ökotopia" zurückgerufen werden. Als Grund für den Rückruf wird ein erhöhter THC-Gehalt der Kräuter genannt.

Bei einem Konsum von mehr als vier Tassen (etwa 600 Milliliter) pro Tag können gesundheitliche Beeinträchtigungen auftreten. Es wird davon abgeraten, täglich nicht mehr als die besagte Menge zu verzehren. Zudem können Sie die betroffenen Produkte auch an die Verkaufsstelle zurückbringen, bei der Sie die Kräuter erworben haben. Betroffen sind folgende Artikel:

  • Hanfblüten und -blätter kbA 40g und 500g mit den Mindesthaltbarkeitsdaten: 17. März 2022 bis zum 16. April 2022

Rückruf vom 09.01.2020: Hersteller Lubs muss Fruchtriegel wegen Schimmelpilzgift zurückrufen

Wegen erhöhtem Gehalt an "Ochratoxin A", also einem Schimmelpilzgift, müssen Fruchtriegel zurückgerufen werden. Konkret betroffen sind die Sorten Mandel-Vanille und Banane-Mandel des Herstellers "Lubs".

Dieses wurde bei Feigen, die für die Herstellung verwendet werden, benutzt. Der erhöhte Gehalt des Pilzgiftes kann krebserregend sein und zu Nierenschäden führen. Betroffen sind folgende Riegel:

  • Mandel-Vanille mit den Mindeshaltbarkeitsdaten: 14.10.2020, 11.11.2020, 12.12.2020
  • Banane-Mandel mit den Mindeshaltbarkeitsdaten: 30.09.2020, 20.10.2020, 13.11.2020, 12.12.2020

Von dem Verzehr der betroffenen Produkte wird abgeraten. Kunden, die das entsprechende Produkt gekauft haben, können dieses gegen Erstattung des Kaufpreises auch ohne Vorlage des Kassenbelegs zurückgeben.

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