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Franken
Silvester

Keine Raketen und Böller: Baumarkt schmeißt Feuerwerkskörper aus dem Sortiment

Hornbach hat entschieden: Bald wird es in den Baumärkten keine Feuerwerkskörper mehr zu kaufen geben. Auch vereinzelte Supermärkte schließen sich dem Vorhaben an. inFranken.de zeigt, was dahinter steckt.
 
Nach Böllerverboten in einigen deutschen Städten, wollen auch Hornbach und Edeka ab 2020 zum Teil keine Feuerwerkskörper mehr verkaufen. Symbolfoto: Karl-Josef-Hildenbrand/dpa
Nach Böllerverboten in einigen deutschen Städten, wollen auch Hornbach und Edeka ab 2020 zum Teil keine Feuerwerkskörper mehr verkaufen. Symbolfoto: Karl-Josef-Hildenbrand/dpa

Die Diskussion um Böllerverbote in deutschen Innenstädten ist in vollem Gange. Auch viele Städten aus den fränkischen Regionen haben Verbote ausgesprochen. Erst kürzlich hat die Deutsche Umwelthilfe Druck auf 98 Kommunen ausgeübt, ebenfalls Raketen, Böller und Leuchtfontänen zu verbieten.

Die Debatte führt nicht nur die Politik: Auch Unternehmen mischen sich ein - zum Beispiel der Baumarkt Hornbach. Die Firma, mit Hauptsitz im pfälzischen Bornheim, zieht Konsequenzen und verbannt alle Feuerwerkskörper aus seinem Sortiment. "Ab 2020 verkaufen wir europaweit keine Feuerwerkskörper mehr", bestätigt ein Hornbach-Sprecher inFranken.de.

Umwelt- und Tierschutzgründe: Hornbach verzichtet auf Silvesterraketen

Diesen Schritt begründet Hornbach mit der Entwicklung des Warenangebots im Baumarkt. Allerdings spielen dabei auch "Umwelt- und Tierschutzgründe" eine Rolle. Die Marktleiterin der Nürnberger Filiale freut sich über diese Entscheidung. Ihr liegt das Wohl der Tiere und die Umwelt am Herzen.

Nicht nur Hornbach will damit ein Zeichen setzen. Erst kürzlich hat der Baumarkt "Werkers Welt" aus Mölln (Schleswig-Holstein) angekündigt, bereits 2019 auf Silvester-Feuerwerk zu verzichten. Auch dieser Baumarkt nannte als Begründung das Tierwohl. Das laute Geböller verschrecke die Tiere, hieß es von Seiten des Unternehmens.

Doch nicht nur Baumärkten entscheiden sich gegen Feuerwerkskörper, sondern auch Supermärkte. Beispielsweise zieht ein Edeka-Markt aus Neumünster (Schleswig-Holstein) ebenfalls Konsequenzen. Via Facebook teilte der Supermarkt mit: "Unsere tierischen Mitglieder der Meyer's Familie haben einstimmig entschieden - dieses Jahr gibt es bei uns kein Feuerwerk zu kaufen. Wir möchten unseren und allen anderen Fellnasen sowie der Umwelt etwas zurückgegeben und nicht noch mehr zu der enormen Feinstaubbelastung und massiver Verängstigung der Tiere beitragen. Wir hoffen auf euer Verständnis."

Man sei nicht grundsätzlich gegen Feuerwerk, heißt es weiter von Seiten des Supermarktes. Zwei weitere Märkte aus der Region entschieden sich nach dem Schritt von Edeka dafür, keine Feuerwerkskörper zu verkaufen. Das berichtet die Schleswig-Holsteinische Landeszeitung.