Laden...
München
Corona-Lockerungen

"Faules Ei": Handelsverband reagiert kritisch auf Öffnungsstrategie

Viele Geschäfte bleiben auch heute noch geschlossen. Grund dafür sind die in vielen Kreisen weiterhin hohen Inzidenzzahlen. Der bayerische Handelsverband kritisiert die Öffnungsstrategie.
 
Viele Geschäfte bleiben auch heute noch geschlossen. Grund dafür sind die in vielen Kreisen weiterhin hohen Inzidenzzahlen. Der bayerische Handelsverband kritisiert die Öffnungsstrategie.
Viele Geschäfte bleiben auch heute noch geschlossen. Grund dafür sind die in vielen Kreisen weiterhin hohen Inzidenzzahlen. Der bayerische Handelsverband kritisiert die Öffnungsstrategie. Foto: pixabay.com

Ungeachtet der angekündigten Lockerung des Corona-Lockdowns im Einzelhandel bleibt die große Mehrheit der Geschäfte in Bayern geschlossen. Lediglich in 30 der 96 Kreise und kreisfreien Städte Bayerns habe der Handel am Montag geöffnet, sagte Bernd Ohlmann, der Sprecher des Handelsverbandes Bayern (HBE). Wegen zu hoher Corona-Inzidenzen von 50 und mehr Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner nicht geöffnet hatten die Läden demnach in sämtlichen bayerischen Großstädten mit Ausnahme von Ingolstadt und Würzburg.

So hatten in mehreren Münchner Umlandkreisen die meisten Läden geöffnet, in der Landeshauptstadt jedoch nicht. «Es ist ein großes Tohuwabohu», sagte Ohlmann. «Es herrscht große Verwirrung sowohl bei den Händlern als auch bei den Kunden, wer öffnen darf und wer nicht.» Der Handelsverband fürchtet, dass in manchen der 30 geöffneten Kreise und Städte die Inzidenzzahlen über 50 steigen und die Geschäfte deswegen nach kurzer Zeit wieder schließen müssen.

Verband: Planungssicherheit fehlt

«Wer auch immer sich diese Regel ausgedacht hat, hat vom Einzelhandel keine Ahnung», kritisierte Ohlmann. Manche Unternehmen hätten ihre Mitarbeiter aus der Kurzarbeit zurückgeholt und könnten nun doch nicht öffnen. Außerdem müsse Ware bestellt werden - auch dafür ist laut Handelsverband Planungssicherheit notwendig, die bei der Möglichkeit kurzfristiger Schließungen fehlt. Das Ostergeschäft sei für den Einzelhandel die erste Umsatzspitze des Jahres. «Die haben uns ein faules Ei ins Osternest gelegt.»