Friedrichshafen

Fahrradbranche nach gutem ersten Halbjahr zuversichtlich

Der Zeitgeist radelt mit: Auch die Klimadebatte befeuert die Konjunktur der deutschen Fahrradbranche. Vor allem die E-Bikes tragen zum Wachstum bei.
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Eurobike 2019
Model Christiane sitzt vor der Eröffnung der Eurobike 2019 auf einer Rikscha des Herstellers Van Raam. Foto: Felix Kästle

Die deutsche Fahrradbranche kann sich über ein gutes erstes Halbjahr freuen und erwartet bei den E-Bikes erneut ein deutliches Wachstum für das Gesamtjahr.

Das teilte der Zweirad-Industrie-Verband (ZIV) am Dienstag vor der Fahrradmesse Eurobike in Friedrichshafen mit. Von Januar bis Juni seien etwa 2,93 Millionen Fahrräder und E-Bikes verkauft worden - ein Plus von rund 3,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Die E-Bikes kommen auf rund 920.000 verkaufte Exemplare. Hier rechnet der ZIV mit einem Wachstum von rund 12 Prozent für das Gesamtjahr. «Wir blicken sehr zuversichtlich in die Zukunft und freuen uns auf die weitere Entwicklung von Fahrrad und E-Bike», teilte der Geschäftsführer des Verbands, Siegfried Neuberger, mit.

1,47 Millionen Fahrzeuge seien in den ersten sechs Monaten produziert worden - etwa 4,6 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Importe von Fahrrädern und E-Bikes seien um rund 6,1 Prozent, die Exporte um knapp 14,1 Prozent gestiegen. In beiden Bereichen ist der Anteil der E-Bikes erneut gestiegen - auf gut 26 Prozent bei den Importen und rund 36 Prozent bei den Exporten. Für den Gesamtumsatz mit Fahrrädern, E-Bikes, Teilen und Zubehör geht der Verband für das erste Halbjahr von einem leichten Plus aus.

Bei der Eurobike in Friedrichshafen präsentieren mehr als 1400 Aussteller aus 60 Ländern von Mittwoch an vier Tage lang ihre Neuheiten. Die ersten drei Tage ist die Eurobike nur für das Fachpublikum geöffnet. Am Samstag (7. September) öffnet sie dann für alle. Die Veranstalter rechnen mit etwa 60.000 Besuchern.