Demnach wird die Wirtschaft im Euroraum im laufenden Jahr um 0,5 Prozent schrumpfen. Bislang hatten die Experten ein Minus von 0,3 Punkten erwartet. Auch auf das kommende Jahr blicken die Experten pessimistischer als bislang: 2013 rechnen sie nur mit einem leichten Zuwachs der Wirtschaftsleistung um 0,3 Prozent nach bislang 0,6 Prozent. Längerfristig wird das Wachstum aber unverändert auf 1,8 Prozent veranschlagt.

Die Inflation im Währungsraum wird nach der Prognose 2012 bei 2,5 Prozent liegen. Das sind 0,2 Prozentpunkte mehr als bisher. 2013 dürfte sich die Teuerung auf 1,9 (bisher 1,7) Prozent ermäßigen. In der langen Frist sehen die Experten eine Rate von 2,0 Prozent.

Auch die EZB selbst erwartet, dass die Teuerung noch eine Weile über ihrer Zielmarke von knapp zwei Prozent liegen wird. Es sei aber zu erwarten, dass sie im Laufe des kommenden Jahres unter diese Marke sinkt.