«Das Vertrauen in die Finanzmärkte der Eurozone kehrt zurück.» Die Gefahr, dass Turbulenzen in einzelnen Staaten auf die gesamte Währungsunion übergriffen, sei deutlich gedämpft. Das sei ein weiteres positives Signal. Allerdings müssten die Regierungen ihren Reformkurs fortsetzen.

Zudem traut die Europäische Zentralbank (EZB) der Wirtschaft im Euroraum eine schnellere Erholung von der tiefen Rezession zu als bisher erwartet. «Die Wirtschaftsleistung sollte sich im ersten Halbjahr stabilisieren», sagte Draghi. Alle Stimmungsindikatoren seien ermutigend. In der zweiten Jahreshälfte 2013 erwartet die Notenbank eine schrittweise Konjunkturerholung.

Dass die EZB ihre Konjunkturprognosen für die 17 Euroländer dennoch erneut leicht senkte, erklärte Draghi vor allem mit dem schwachen Schlussquartal 2012. Nach der jüngsten Prognose wird die Wirtschaft im Währungsgebiet 2013 in einer Spanne von minus 0,9 Prozent bis minus 0,1 Prozent schrumpfen. Bislang hatte die EZB ein Minus von im Mittel 0,3 Prozent genannt.