Der Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft zeigte sich wenig überrascht und verwies auf unterschiedliche Werbemethoden in Europa. «Großbritannien ist nicht Deutschland», sagte Sprecher Volker Nickel der dpa. «Wenn sich Kosten oder Tricks in Angeboten verbergen, ist das schon heute nicht erlaubt.» Das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb verbiete diese Methoden. Schwarze Schafe gebe es allerdings in jeder Branche. Daher begrüße er grundsätzlich das Urteil, «das die Rechtslage präzisiert».

Ob die Briefkästen in der ganzen EU nun frei von Gewinnversprechungen bleiben, muss sich erst zeigen. Vorausblickend betonte der Europäische Gerichtshof: Über einzelne Fälle müssten die nationalen Gerichte entscheiden.