Skeptikern wird entgegengehalten: «Kein Scherz» oder «100 Prozent echt!». Weil der vermeintliche Gewinner erst mittlere bis größere Summen zahlen muss, bevor er erfährt, was ihn erwartet, sprachen Verbraucherschützer schon immer von Abzocke. Nun bestätigte der Europäische Gerichtshof am Donnerstag in Luxemburg: Derartige Werbung oder Versprechen sind nicht erlaubt (Rechtssache C-428/11).

Das gelte für Zusendungen, die Adressaten damit locken wollen, er habe bereits gewonnen, obwohl der Preis «von der Zahlung eines Betrags oder der Übernahme von Kosten durch den Verbrauchen abhängig gemacht wird», argumentierten die Richter in ihrem 15-seitigen Urteil. Etwa wenn der Gewinner dafür telefonieren, SMS verschicken oder sonstige Gebühren zahlen muss.