Deutschlandweit werden täglich die verschiedensten Produkte und Lebensmittel wegen möglicher Gesundheitsgefahren zurückgerufen. Oftmals geraten während der Produktion Fremdkörper wie, Glas, Holz oder Metall in die Nahrungsmittel und gefährden die Gesundheit der Konsumenten:

Bisweilen werden Reinigungsrückstände in Lebensmitteln festgestellt, mitunter geht von Spielzeug eine Gefährdung durch verschluckbare Kleinteile aus. In unserem Rückruf-Ticker halten wir Sie über aktuelle Rückrufe und Produktwarnungen in ganz Deutschland auf dem neuesten Stand.

Update vom 07.08.2020, 13.30 Uhr: Eiswürfelset von "Depot" zurückgerufen - Erstickungsgefahr

"Depot" ruft das Eiswürfelset "Fruits" mit sofortiger Wirkung zurück. Der Grund wird in einer Pressemitteilung genannt: Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass der im Eiswürfelset enthaltene Eiswürfel "Erdbeere" mit Lebensmitteln verwechselt wird. Weil das kleine Teilstück verschluckbar ist, besteht erhöhte Erstickungsgefahr. Von einer weiteren Verwendung wird daher von Unternehmensseite dringend abgeraten. Um diesen Artikel handelt es sich:

  • Produktname: Eiswürfel Fruits, 20 Stk.
  • Artikelnummer: YTL0021240
  • Erhältlich: 1.99 Euro / 3.95 Schweizer Franken; in den DEPOT Filialen und im DEPOT Online-Shop
  • Verkaufszeit: 14.07.2020 bis 05.08.2020

Der Artikel wurde vom 14. Juli bis zum 05. August in den "Depot"-Filialen und im "Depot"-Online-Shop verkauft. Wer das entsprechende Eiswürfelset erworben hat, kann dieses auch ohne Vorlage des Kassenbons in jeder "Depot"-Filiale zurückgeben. Der volle Verkaufspreis wird zurückerstattet.

Update vom 04.08.2020, 16.00 Uhr: Aktueller Aldi-Rückruf

Ein Hersteller aus Ulm ruft möglicherweise verunreinigte Cashewkerne zurück. Das betroffene Produkt "Farmer Cashewkerne" sei in Filialen von "Aldi Süd" in Baden-Württemberg sowie in Teilen von Bayern, Rheinland-Pfalz und Hessen verkauft worden, teilte die "Märsch Importhandels-GmbH" am Dienstag mit. 

In einem Einzelfall sei in einer Packung eine Kapsel mit Schädlingsbekämpfungsmittel gefunden worden. Betroffen seien die Waren mit den folgenden Mindesthaltbarkeitsdaten:

  • 29. Januar 2021
  • 1. Februar 2021
  • 2. Februar 2021

Der Hersteller erklärt: "Von der Kapsel gehen Gefahren für die Gesundheit". Zudem warnt das "Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit"

Update vom 03.08.2020, 13.15 Uhr: Spielzeug-Rückruf - Hirnschäden drohen

Derzeit werden zwei Spielzeuge zurückgerufen. Dabei handelt es sich um Produkte des Unternehmens "Hasbro". Grund des Rückrufs sind Dekosticker auf zwei Artikeln. Darauf kann sich laut Angaben des Herstellers eine erhöhte Konzentration an Blei befinden. Das berichtet produktwarnung.eu.

Das Schwermetall kann das zentrale Nervensystem angreifen und nachhaltig schädigen. Unter anderem sind Hirnschädigungen möglich. Aber nicht nur das: Auch das Hormon- und das Herz-Kreislauf-System ist bedroht. Laut Angaben des "Bundesinstituts für Risikobewertung" sind folgende Symptome auffällig: 

  • Appetitlosigkeit
  • Nervosität
  • Nierenschädigung

Diese Produkte sind vom Rückruf betroffen: 

  • Artikel: Wasserpistole "Super Soaker XP 20"
  • Farbe: Grün oder Orange

  • Artikel: Wasserpistole "Super Soaker XP 30"
  • Farbe: Orange oder Blau

Wer als Verbraucher ein Spielzeug zurückgeben will, kann sich an die von "Hasbro" erstellte Sonderseite wenden. Dort sind beispielsweise vorfrankierte Rücksendeetikette bereitgestellt.

Das "XP 20"-Modell muss 42.000-fach zurückgerufen werden, das "XP 30"-Modell sogar 77.500 Mal. 

"Hasbro" gibt an, dass ein Dritthersteller Schuld an dem zu hohen Bleigehalt trägt. Demnach bezog die Firma die Aufkleber von einem nicht-autorisierten Lieferanten, der nicht im Qualitätssicherungsverfahren von "Hasbro" anerkannt gewesen sei. Deshalb habe "Hasbro" umgehend eine Untersuchung gegen den Dritthersteller eingeleitet, so das Unternehmen. 

Neben Deutschland sind insbesondere Österreich, Frankreich, Holland, die Schweiz, Belgien, Finnland, Irland, Russland, Großbritannien und die USA vom Produktrückruf betroffen. 

Update vom 30.07.2020, 14.45 Uhr: Aktueller Wurst-Rückruf

Aktuell werden Wurst-Produkte zurückgerufen. Dabei handelt es sich um Streichmettwurst und Teewurst. Laut Angaben des betroffenen Unternehmens "Die Rostocker Wurst- & Schinkenspezialitäten" wurden beide Wurst-Produkte zurückgerufen, da der Verdacht mikrobakterieller Verunreinigung durch Salmonellen besteht. 

Folgende Artikel sind betroffen: 

  • Produkt: "Streichmettwurst fein"
  • Hersteller: "Die Rostocker Wurst- & Schinkenspezialitäten"
  • Format: 125-Gramm-Packung
  • Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD): 3. August 2020-11. August 2020

  • Produkt: "Teewurst"
  • Hersteller: "Die Rostocker Wurst- & Schinkenspezialitäten"
  • Format: 125-Gramm-Packung
  • Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD): 3. August 2020-11. August 2020

Darüber berichten die Verbraucherportale produktwarnung.eu und verbraucherschutz.com

Die Wurst-Produkte wurden in zahlreichen Supermarktketten verkauft: 

  • Edeka
  • Netto
  • REWE
  • Real
  • Globus

Die Wurst wurde in den Bundesländern Berlin, Brandenburg, Schleswig-Holstein, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Hamburg und Niedersachsen verkauft. Der Hersteller rät dringend davon ab, die Produkte zu essen. Salmonellen können Durchfall, Erbrechen, Fieber oder Bauchschmerzen verursachen. 

Verbraucher können die zurückgerufenen Produkte in betroffenen Filialen zurückgeben. Der Kaufpreis wird erstattet. Der Hersteller "Die Rostocker Wurst- & Schinkenspezialitäten GmbH" ist telefonisch unter +49 (0)381 6584440 erreichbar. 

Update vom 28.07.2020, 07.04 Uhr: Hersteller ruft Fertig-Pizzateig zurück

Ein Hersteller aus Österreich ruft Fertig-Pizzateig zurück, der bei den Discountern Lidl und Aldi in Deutschland verkauft wurde. Bei Lidl sei das Produkt "chef select & you Pizza Kombi, 600g" mit allen Mindesthaltbarkeitsdaten vom 22.07.2020 bis einschließlich 22.08.2020 betroffen, teilte Lidl Deutschland mit.

Der Hersteller dieses Produkts, das Unternehmen Wewalka GmbH Nfg. KG aus dem österreichischen Sollenau, teilte zudem mit, dass auch der bei Aldi in Teilen Bayerns verkaufte Artikel "Cucina Pizzateig mit Tomatensoße 600g" mit Mindesthaltbarkeitsdatum 17.07.2020 bis 16.08.2020 betroffen sei.

Nach Angaben des Portals "lebensmittelwarnung.de" des Bundesamts für Verbraucherschutz seien außerdem ähnliche Produkte der Marken "Backini", "Mondo Italiano", "Gut&Günstig", "Penny Ready" und "Ja!" betroffen. So schloss sich auch Rewe in Deutschland und Österreich dem Rückruf an. Aus Gründen des vorsorglichen Verbraucherschutzes würden die Produkte "clever Pizza-Kombi Pizzateig & Tomatensauce 600g" sowie "Penny Ready backfertiger Pizzateig mit fruchtiger Tomatensauce im Glas 600g" des Herstellers Tante Fanny Frischteig GmbH, einer Wewalka-Tochter, von der REWE International AG zurückgerufen.

Von Lidl hieß es: "Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass in der Tomatensauce des betroffenen Produktes Metallfremdkörper enthalten sind. Aufgrund der möglichen Verletzungsgefahr beim Verzehr sollten Kunden den Rückruf unbedingt beachten und das Produkt keinesfalls konsumieren." Der auf Backpapier gerollte Pizza-Fertigteig des Herstellers Wewalka GmbH Nfg. KG sei bei Lidl in allen Bundesländern mit Ausnahme von Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein verkauft worden. Das betroffene Produkt könne in allen Lidl-Filialen zurückgegeben werden. "Der Kaufpreis wird selbstverständlich erstattet, auch ohne Vorlage des Kassenbons."

Das betroffene Aldi-Produkt sei in Aldi-Süd-Filialen in Teilen von Bayern angeboten worden, hieß es in der Wewalka-Mitteilung. "Die Gefahr geht ausschließlich von der beigepackten Tomatensauce aus. Wir empfehlen daher von jeglichem Verzehr des betroffenen Produktes abzusehen. Der Verzehr des Pizzateiges ist unbedenklich", hieß es hierzu. Auch auf der Plattform "lebensmittel.de" hieß es: "Der Vorlieferant der Tomatensauce kann nicht gänzlich ausschließen, dass sich Metallteilchen in einzelnen Gläsern befinden können."

Update vom 27.07.2020, 20.15 Uhr: "Uncle Ben's"-Reis zurückgerufen

Weil womöglich Glas ins Produkt geraten ist, hat der Hersteller ausgewählte Chargen «Uncle Ben's Express Natur-Reis Basmati» zurückgerufen.

Wie Mars Food mit Sitz in Verden am Montag mitteilte, sind 220-Gramm-Packungen mit bestimmten Mindesthaltbarkeitsdaten betroffen:

  • 17.11.2020
  • 18.11.2020
  • 08.12.2020
  • 08.01.2021
  • 19.01.2021
  • 01.02.2021
  • 02.02.2021
  • 02.03.2021
  • 03.03.2021
  • 16.03.2021
  • 03.05.2021
  • 24.05.2021
  • 25.05.2021
  • 15.06.2021
  • 16.06.2021
  • 19.07.2021

Verbraucher, die betroffenes Produkt mit dem angegebenen Mindesthaltbarkeitsdatum gekauft haben, sollen dieses nicht verzehren und werden gebeten, sich an den Kundenservice unter der Telefonnummer 04231 943280 (montags bis freitags, 9:00 Uhr bis 19:00 Uhr) oder per E-Mail an kontakt@def.mars.com zu wenden.

Update vom 24.07.2020, 10.45 Uhr: FLSK warnt vor Kohlensäure in Trinkflaschen 

Die Münchner Firma FLSK Products GmbH weist auf ein Risiko bei der Benutzung bestimmter Trinkflasche hin. Allerdings weist die Firma gegenüber inFranken.de explizit darauf hin, dass es sich lediglich um einen Hinweis und nicht um einen Produktrückruf handelt.

In Produkten, die mit einem neuartigen Dichtungsring versehen wurden, kann es zu einem "Sektkorken-Effekt" kommen. Das heißt, dass sich der Deckel beim Aufdrehen ruckartig öffnet. Der Effekt könnte nur dann auftreten, wenn die Flasche mit druckhaltigen Flüssigkeiten, also kohlensäurehaltige oder gärende Getränke, befüllt ist. 

Diese Produkte sind betroffen: 

  • FLSK-Trinkflaschen in den Größen 350 ml und 500 ml
  • Verkauf zwischen Januar 2020 und Mitte Juli 2020
  • LOT-Nummer (unabhängig von der Farbgebung): LOT 103-02-0001

Alle derzeit im Verkauf befindlichen FLSK-Trinkflaschen seien in Ordnung und komplett für kohlensäurehaltige Getränke geeignet. Die Firma bittet ihre Kunden, die LOT-Nummer auf dem Flaschenboden zu überprüfen. Betroffene können sich hier in einem Formular eintragen und erhalten einen neuen Dichtungsring, der das Problem löst. 

Wir haben ein ähnliches Produkt ausprobiert: So gut ist die Trinkflasche von Chilly's.