Laden...
Berlin
Coronavirus

Einzelhändler schlagen Alarm: Schneller Lockdown wäre "das Ende der Innenstädte"

Nachdem die Beschlussvorlage für einen bundesweiten Lockdown schon ab Mittwoch (16.12.2020) durchgesickert ist, schlagen Deutschlands Einzelhändler Alarm: Ein derart früher und schneller Lockdown würde "das Ende der Innenstädte" bedeuteten.
 
Steht "das Ende der Innenstädte, wie wir sie kennen" bevor?
Der deutsche Einzelhandle warnt vor einem übereilten Lockdown: Steht "das Ende der Innenstädte, wie wir sie kennen" bevor? Symbolbild. Foto: Angelika Warmuth/dpa

In einem offenen Brief an die Bundesregierung haben 28 deutsche Einzelhändler gewarnt, dass ein Großteil der Geschäfte in Innenstädten einen frühen harten Lockdown nicht überstehen würde. Ein harter Lockdown schon diese Woche «wäre das Ende der Innenstädte wie wir sie heute kennen», heißt es in dem Brief, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. «Man darf jetzt keinesfalls das gesamte Weihnachtsgeschäft ausschließlich den Online-Giganten überlassen», schreiben die Unterzeichner, zu denen zahlreiche aus Fußgängerzonen bekannte Unternehmen wie die Modehändler New Yorker, Jeans Fritz und NKD sowie Woolworth, Depot oder Tedi gehören.

«Bei einem erneuten Lockdown droht dem Handel eine Erosion, die menschlich, kulturell und auch wirtschaftlich nicht nur desaströse Folgen, sondern irreparable wirtschaftliche Auswirkungen nach sich zieht», warnen die Händler.

Ikea, Media Markt und Saturn wollen weiter Abholservice bieten

Der von den Unterzeichnern befürchtete frühe Lockdown schon diese Woche wird immer wahrscheinlicher. In einem am Sonntagmorgen vom Bundeskanzleramt an die Länder geschickten Beschlussentwurf zur Bund-Länder-Runde mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) wird vorgeschlagen, den Einzelhandel mit Ausnahme der Geschäfte für den täglichen Bedarf vom 16. Dezember bis zum 10. Januar zu schließen.

Ikea, Media Markt und Saturn fordern angesichts des bevorstehenden harten Lockdowns, dass ihr Abholservice weiter erlaubt bleibt. «In der aktuellen Situation halten wir es für dringend geboten, dem von Geschäftsschließungen betroffenen Einzelhandel weiterhin einen Abholservice mit kontaktloser Übergabe flächendeckend möglich zu machen», sagte eine Ikea-Sprecherin dem Nachrichtenportal «watson».

Auch bei Saturn und Media Markt hofft man, nicht gänzlich auf reinen Online-Handel umsteigen zu müssen. «Wir stehen aktuell mit den politischen Entscheidungsträgern auf Bundes- und Landesebene im Austausch, um die Möglichkeit von «Click & Collect», der Abholung online bestellter Waren an separaten Abholstationen an unseren Märkten, weiterhin zu ermöglichen», zitiert das Portal eine Sprecherin der Elektronik-Ketten.

Mund-Nasen-Schutz jetzt bei Amazon anschauen

Alle Informationen zu den heutigen Beschlüssen von Bund und Ländern zum harten Corona-Lockdown ab 16.12.2020 finden Sie in unserem separaten Artikel.

 

*Hinweis: In der Redaktion sind wir immer auf der Suche nach tollen Angeboten und nützlichen Produkten für unsere Leser - nach Dingen, die uns selbst begeistern und Schnäppchen, die zu gut sind, um sie links liegen zu lassen. Es handelt sich bei den in diesem Artikel bereitgestellten und mit einem Einkaufswagen-Symbol beziehungsweise einem Sternchen gekennzeichneten Links um sogenannte Affiliate-Links/Werbelinks. Wenn Sie auf einen dieser Links klicken und darüber einkaufen, bekommen wir eine Provision vom Händler. Für Sie ändert sich dadurch nichts am Preis. Unsere redaktionelle Berichterstattung ist grundsätzlich unabhängig vom Bestehen oder der Höhe einer Provision.