«Mit 1928 Milliarden Euro halten sie gut 40 Prozent des Geldvermögens als Spar-, Sicht-, Termineinlagen und Bargeld - mehr als je zuvor (Stand Ende 2011).» Nach früheren Zahlen der Deutschen Bundesbank stieg der Anteil des derart sicher angelegten Vermögens von 39,3 Prozent Ende 2010 auf 40,9 Prozent Ende 2011. Gleichzeitig sank der Anteil des in Aktien investierten Vermögens von 5,2 auf 4,7 Prozent. Denn nach dem Motto «Sicherheit statt Rendite» machen die Investoren weiterhin einen großen Bogen um Aktien.

Nur 222 Milliarden Euro hatten die privaten Haushalte Ende 2011 in Aktien investiert. «In Zeiten der Euro-Schuldenkrise ist den Deutschen Sicherheit und schnelle Verfügbarkeit wichtiger als mögliche Renditechancen», betonte der Bankenverband. Hingegen beliefen sich die Geldanlagen bei (Lebens-)Versicherungen einschließlich Pensionskassen, Pensionsfonds und berufsständischen Versorgungswerken auf etwa 1,4 Billionen Euro.

Insgesamt steigerten die Privatleute in Deutschland ihr Geldvermögen 2011 ungeachtet der Kursverluste an den Kapitalmärkten. Zum Jahresende kletterte es nach Zahlen der Bundesbank auf den Rekordwert von 4,7 Billionen (plus 1,2 Prozent zum Vorjahr).

Zusätzlich haben die Menschen hierzulande ein Immobilienvermögen von 5,0 Billionen Euro sowie rund 1,5 Billionen Euro Kreditschulden, vor allem Hypotheken. Damit bleibt ein Nettovermögen von 8,2 Billionen Euro - diese Summe entspricht exakt dem Schuldenstand der 17 Euro-Länder.