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Berlin/Seoul

Delivery Hero kauft südkoreanischen Essenslieferanten

Delivery Hero baut sein Geschäft in Asien mit der milliardenschweren Übernahme des Rivalen Woowa aus.
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"Delivery Hero"
Delivery Hero will für Woowa Brothers bis zu rund 1,7 Milliarden Euro in bar sowie bis zu etwa 1,9 Milliarden Euro mit neuen Delivery Hero-Aktien zahlen. Foto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa

Die Hoffnung auf kräftiges Wachstum in Asien hat die Aktionäre des Essenslieferdienstes Delivery Hero begeistert. Die Aktien schnellten bis zum späten Nachmittag um knapp 21 Prozent auf ein Rekordhoch von 60,48 Euro.

Das im MDax notierte Unternehmen hat sich eine große Mehrheit des südkoreanischen Unternehmens Woowa gesichert. Das erworbene Unternehmen werde dabei insgesamt mit vier Milliarden US-Dollar (3,6 Mrd Euro) bewertet, wie Delivery Hero in Berlin mitteilte.

Delivery Hero will für Woowa Brothers bis zu rund 1,7 Milliarden Euro in bar sowie bis zu etwa 1,9 Milliarden Euro mit neuen Delivery Hero-Aktien zahlen. Bislang sicherte sich der MDax-Konzern 82 Prozent an den Südkoreanern.

Delivery Hero wurde 2011 gegründet und ist seit seit 2017 an der Börse notiert. Mit dem Kurssprung knüpften die Aktien von Delivery Hero an ihren guten Lauf an. 2019 steht nun schon ein Plus von rund 76 Prozent auf dem Kurszettel.

Das bedeutet einen Platz unter den Top 10 im Index der mittelgroßen Werte, der im bisherigen Jahresverlauf um fast 29 Prozent zulegte. Zudem knackte Delivery nun erstmals die Marke von zehn Milliarden Euro beim Marktwert. Damit kratzen sie beim Börsenwert nun zumindest an den Top 10 des MDax.

Das Unternehmen mit Sitz in Berlin ist in Deutschland selbst nicht mehr als Essenslieferant aktiv, nachdem das Geschäft hierzulande mit Marken wie Foodora, Lieferheld oder Pizza.de an den niederländischen Rivalen Takeaway für 930 Millionen Euro verkauft wurde. Takeaway ist der Eigentümer von Lieferando.

Delivery Hero hatte zuletzt mehr als die Hälfte des Umsatzes in Nahost und Nordafrika (MENA) erwirtschaftet. In Asien hatte Delivery Hero knapp 30 Prozent des Geschäfts gemacht. In Europa ist das Unternehmen mit rund 22.000 Mitarbeitern vor allem noch im Norden und Südosten aktiv.