Frankfurt/Main

Dax steuert auf Jahreshoch zu

Der deutsche Aktienmarkt hat am Dienstag erneut den Vorwärtsgang eingelegt. Nach einem schwachen Vormittag zog der Dax an und schloss 0,62 Prozent höher auf 11 754,79 Punkten. Unterstützung kam vor allem von Papieren der Autohersteller und -Zulieferer.
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Dax
Der Dax ist der wichtigste Aktienindex in Deutschland. Foto: Fredrik von Erichsen

In Reichweite gerückt ist nun das Jahreshoch von Mitte März von 11 823 Zählern. Der Index der mittelgroßen Werte MDax rückte am Dienstag um 0,36 Prozent auf 25 155,47 Punkte vor. Er konnte sich damit noch etwas weiter von der 25 000er Marke nach oben absetzen.

Bei den Automobilaktien reichten die Kursgewinne von 1,0 Prozent bei Daimler bis zu 2,3 Prozent für Continental. Profitieren dürften die Aktien vom zuletzt positiven Fortgang der US-chinesischen Handelsgespräche, hieß es.

Daneben rückte das geplante Stahl-Gemeinschaftsunternehmen von Thyssenkrupp und Tata Steel wieder in den Fokus. Die EU-Kommission will die Prüfung bis zum 5. Juni abschließen. Thyssenkrupp-Chef Guido Kerkhoff sprach am Dienstag von weitreichenden Zugeständnissen, die die Bedenken der EU-Kommission gegen den Deal ausräumen sollten. Die Thyssenkrupp-Aktie gewann 0,6 Prozent.

Im SDax der kleineren Börsentitel lagen Salzgitter mit plus 6,4 Prozent ganz vorn. Der Stahlhersteller könnte sich «bedienen», wurde am Markt spekuliert, wenn Thyssenkrupp wegen der Zusammenlegung der Stahlproduktion mit der von Tata Steel Randaktivitäten abstoßen sollte.

Anleger trennten sich von Aktien der Deutschen Post, nachdem die Citigroup die Kaufempfehlung gestrichen hatte. Die Papiere verloren 1,5 Prozent. Eine Abstufung von «Kaufen» auf «Halten» durch Warburg Research drückte Henkel-Aktie am Dax-Ende um knapp zwei Prozent.

Adidas-Aktien stiegen nach einem positiven Kommentar von Goldman Sachs auf ein Rekordhoch von 222,10 Euro. Sie beendeten den Handel 1,1 Prozent fester auf 221,65 Euro. Goldman Sachs riet erneut zum Kauf. Im MDax setzten sich Lanxess mit einem Aufschlag von 3,5 Prozent an die Spitze, angetrieben von einem positiven Kommentar der Commerzbank.

Abseits der großen Indizes waren Aktien des Biotech-Unternehmens Medigene mit 5,6 Prozent Kursplus gefragt. Das Unternehmen veröffentlichte weitere positive Erkenntnisse für eine neuartige Krebstherapie. Papiere der auf Hautkrankheiten spezialisierten Biofrontera gewannen 6,4 Prozent. Der japanische Pharmakonzern Maruho will den Anteil an dem Unternehmen von gut 20 auf knapp 30 Prozent aufstocken.

Der EuroStoxx 50 als Index für die Eurozone stieg am Dienstag um 0,3 Prozent auf 3395,70 Zähler. In Paris brachte es der Cac 40 auf ein Plus von 0,33 Prozent. In London rückte der FTSE-Index um 1,0 Prozent vor.

Am Rentenmarkt stagnierte die Umlaufrendite bei minus 0,13 Prozent. Der Rentenindex Rex trat mit 143,08 Punkten ebenfalls auf der Stelle. Der Bund-Future legte am Abend um 0,27 Prozent auf 166,08 Punkte zu.

Der Eurokurs fiel erstmals seit Anfang März unter 1,12 US-Dollar und notierte zuletzt bei 1,1188 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1200 (Montag: 1,1236) Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,8929 (0,8900) Euro gekostet.

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