Laden...
Frankfurt/Main

Dax steigt leicht - Minus 7,1 Prozent in erster Jahreshälfte

In einem überwiegend trägen Handel hat der Dax am Dienstag einen flotten Schlussspurt hingelegt. Der Leitindex kletterte kurz vor Handelsende bis auf das Tageshoch bei 12.350 Zählern und ging dann mit plus 0,64 Prozent bei 12.310,93 Punkten ins Ziel.
Artikel drucken Artikel einbetten
Dax
Der Dax ist der wichtigste Aktienindex in Deutschland. Foto: Fredrik von Erichsen/dpa

Für den MDax der mittelgroßen Börsenwerte ging es um 0,67 Prozent auf 25.840,30 Zähler hoch. Damit endete zugleich ein extremes erstes Börsenhalbjahr 2020, das geprägt war von der Corona-Pandemie. Die Bilanz für den Dax nach den ersten sechs Monaten des Jahres ist negativ: Das Minus beläuft sich auf 7,1 Prozent. Im Monat Juni steht jedoch ein Plus von 6,2 Prozent auf dem Kurszettel.

«Noch nie ist der Dax so rapide gefallen und fast genauso rapide wieder gestiegen, das zweite Quartal war das beste seit Jahrzehnten an der Börse», erklärte CMC-Markets-Analyst Jochen Stanzl. Die Anleger hofften, dass sie für ihre Vorschusslorbeeren für den Aktienmarkt zeitnah mit wieder besseren Wirtschaftsdaten belohnt würden. Denn noch immer gingen viele davon aus, dass die Konjunktur wieder anspringen werde, auch wenn das Virus nicht aus der Welt sei.

Starke Kursschwankungen verzeichneten am letzten Handelstag im Juni erneut die Aktien von Wirecard. Sie schnellten zeitweise hoch auf über neun Euro und kosteten zum Handelsschluss 5,73 Euro, was einem Plus von rund 76 Prozent entsprach. Am Montag hatten sich die Papiere des von einem Bilanzskandal erschütterten Zahlungsdienstleisters zeitweise mehr als verdreifacht und waren mit einem Plus von rund 155 Prozent aus dem Handel gegangen. Zuvor hatten sie binnen weniger Handelstage fast 99 Prozent eingebüßt und waren zeitweise auf dem Weg zum Pennystock. Spekulanten dominieren derzeit den Kursverlauf der Wirecard-Aktien.

Dank staatlicher Subventionen für Batteriezellen sprangen die Aktien von Varta zeitweise deutlich über die Marke von 100 Euro, blieben zum Handelsende mit plus 3,20 Prozent auf 99,90 Euro aber knapp darunter.

Die Anteile des Softwarekonzerns Teamviewer, der zu den Corona-Krisengewinnern zählt, markierten im späten Handel ein Rekordhoch und schlossen an der MDax-Spitze fast sechs Prozent höher. Gleich dahinter gewannen Compugroup 4,8 Prozent. Weitere positive Analystenstimmen trieben die Titel des Softwareanbieters für Ärzte und Apotheken an.

Der EuroStoxx 50 beendete den Handel mit plus 0,06 Prozent auf 3234,07 Punkten. Der Cac 40 in Paris gab leicht nach, der FTSE 100 in London rückte um rund ein Prozent vor. In New York legte der Dow Jones Industrial zum europäischen Handelsschluss moderat zu.

Der Euro kostete nach Xetra-Schluss 1,1243 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Nachmittag auf 1,1198 (Montag: 1,1284) Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,8930 (0,8862) Euro gekostet.

Am deutschen Anleihemarkt sank der Rentenindex Rex um 0,01 Prozent auf 145,24 Punkte. Die Umlaufrendite blieb abermals bei minus 0,49 Prozent. Der Bund-Future sank um 0,08 Prozent auf 176,35 Punkte.

© dpa-infocom, dpa:200630-99-614512/7

Verwandte Artikel