«Es gibt nichts geschenkt», sagte Daimler-Chef Dieter Zetsche bei der Weltpremiere in Hamburg. «Wir haben massiv in die neue S-Klasse investiert.» Sie sei das wichtigste Symbol für den Ruf des Konzerns.

Der Autobauer will bis 2020 an den Oberklasse-Rivalen BMW und Audi vorbeiziehen. Große Hoffnungen setzt er dabei vor allem deswegen auf die runderneuerte S-Klasse, weil sich mit Kompakten wie der A- und B-Klasse im Gegensatz zu größeren Modellen weniger Geld verdienen lässt. Eine überarbeitete Version der E-Klasse rollt bereits von den Bändern.

Experten bescheinigen der neuen S-Klasse gute Chancen. Neben einem geringen Verbrauch soll sie vor allem durch einen hohen Sicherheitsstandart mit verschiedenen Fahrerassistenzsystemen punkten. Hinzu kommen Extras wie verschiedene Massage-Programme und Duftrichtungen. Branchenkenner gehen von rund 100 000 verkauften Fahrzeugen im ersten vollen Produktionsjahr aus.

Im April hatte sich Daimler erfolgreich gegen die Absatzkrise in Europa gestemmt und mit 125 306 Autos der Marken Mercedes, AMG, Smart und Maybach zehn Prozent mehr Fahrzeuge abgesetzt als im Vorjahresmonat. In Europa lag das Absatzplus sogar bei knapp 12 Prozent. Auch in China, wo die Schwaben den Konkurrenten Audi und BMW hinterherfahren, machte Daimler zuletzt Boden gut.