Damals hatte sich die Allianz nach milliardenschwerem Debakel mit der Dresdner Bank von dem Geldhaus getrennt. Am Donnerstag gestand Europas größter Versicherungskonzern ein, dass auch seine erst 2009 gegründete Allianz-Bank nicht erfolgreich war. Deshalb werde der Betrieb zum 30. Juni eingestellt, bundesweit fallen dabei rund 450 Arbeitsplätze weg. Unterm Strich summierten sich die Verluste nach Unternehmensangaben auf rund 400 Millionen Euro.

Bei der Commerzbank reichte der Abbau von Tausenden Stellen nach der Dresdner-Bank-Übernahme noch nicht aus. Denn der Wettbewerb in der Branche verschärfte sich durch die Finanzkrise und die strengeren Regeln. Zudem nutzen immer weniger Kunden das klassische Filialgeschäft und steigen auf Online-Banking um. Personalvorstand Sieber betonte in dem internen Dokument, dass es keineswegs nur ums Stellenstreichen geht: «Dabei bauen wir nicht nur ab. Wir werden gezielt investieren und in einigen Bereichen der Bank auch zusätzliche Arbeitsplätze schaffen.»