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Coca-Cola erhöht Preise deutlich: Drohen nun Engpässe in Supermärkten?

Der Getränke-Riese Coca-Cola erhöht die Preise für sein Produktsortiment. Ähnliche Preisänderungen haben in Supermärkten schon zu Lieferstopps und leeren Regalen geführt.
 
Die Preise für Coca-Cola-Produkte sollen steigen. Darüber hat das Unternehmen seine Handelspartner, wie Supermärkte, nun informiert.
Die Preise für Coca-Cola-Produkte sollen steigen. Darüber hat das Unternehmen seine Handelspartner, wie Supermärkte, nun informiert. Foto: Mark Lennihan (AP) /Symbolbild

Coke-Fans müssen für ihr liebstes Erfrischungsgetränk bald tiefer in die Tasche greifen: Der Lebensmittel-Riese Coca-Cola plant, die Preise für seine Getränke zu erhöhen. Zur Produktpalette des Konzerns zählen neben der klassischen Coke unter anderem auch Fanta oder Sprite. Die steigenden Preise könnten aber auch langfristige Auswirkungen auf das Angebot in Supermärkten haben.

Die steigenden Brutto-Preise sollen nahezu das komplette Cola-Sortiment betreffen, wie die „Lebensmittel-Zeitung“ zuerst berichtete. Schon in der Vergangenheit führten erhöhte Preise für bestimmte Marken oder Produkte dazu, dass sie in Supermärkten nicht mehr verkauft wurden. Supermarktketten wie Lidl, Aldi, Edeka oder Rewe handeln jährlich mit unterschiedlichen Produktherstellen Konditionen aus. Diese sollen Lieferbedingungen und Verkaufspreise festsetzen, für die die Waren dann in den Regalen angeboten werden.

Coca-Cola aus Sortiment nehmen?

Werden sich Supermärkte und Produkthersteller jedoch nicht einig, kann es dazu führen, dass Produkte eine Zeit lang oder auch komplett aus dem Sortiment genommen werden. Im Sommer 2020 verkaufte Lidl beispielsweise zeitweise keine Haribo-Produkte mehr. Erst kürzlich wurde zudem bekannt, dass der Discounter ab November kein Vittel-Mineralwasser des Schweizer Konzerns Nestlé verkaufen wird. Unstimmigkeiten zwischen Edeka und dem Safthersteller „Eckes-Granini“ hatten zudem schon Lieferstopps und leere Regale zur Folge.

Solche Engpässe könnten nun auch im Fall von Coca-Cola drohen: Laut Informationen der „Lebensmittel-Zeitung“ informierte das Unternehmen seine Handelspartner in einem Schreiben über die geplanten Preiserhöhungen, die durchschnittlich bei sieben Prozent liegen sollen.

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