«Ich wünsche mir, dass diese MINT-Fächer ganz besonders unterstützt werden», sagte Kübel der Nachrichtenagentur dpa. MINT steht für die Fachrichtungen Mathematik, Information, Naturwissenschaft und Technik. «Ich wünsche mir, dass die Politik Frauen motiviert, dass sie in die entsprechenden Fächer gehen.»

Der Technikkonzern, zweitgrößter Automobilzulieferer weltweit, rekrutiert 80 Prozent seiner Berufsanfänger aus diesen Fächern. Das bringt Probleme: «Wir als Unternehmen, das in einem technischen Bereich unterwegs ist, haben es natürlich deutlich schwerer als Unternehmen in einem anderen Bereich», sagte Kübel. Bosch habe sich zum Ziel gesetzt, unter seinen Rekruten aus bestimmten Fachrichtungen jeweils einen 20 Prozent höheren Frauenanteil zu haben als im jeweiligen Studienabschluss. Bei Elektrotechnik liege der Frauenanteil beispielsweise bei unter zehn Prozent, dort wolle Bosch zwölf Prozent erzielen, erläuterte Kübel. «Das haben wir im vergangenen Jahr in fast allen Studienbereichen erreicht.»