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Bitcoin crasht um 14 Prozent: Heftigster Kurssturz seit Monaten - das ist der Grund

Der Bitcoin verliert extrem an Wert. Und das, obwohl seit dem 07. September die Kryptowährung als offizielles Zahlungsmittel anerkannt wird. Woran liegt das?
Der Bitcoin-Preis ist seit der Einführung als offizielles Zahlungsmittel extrem eingebrochen.
Der Bitcoin-Preis ist seit der Einführung als offizielles Zahlungsmittel extrem eingebrochen. Aber warum?
  • Bitcoin verliert stark an Wert - woran liegt das?
  • Kryptowährungen bald reguliert?
  • Digitaler Geldbeutel in El Salvador mit Problemen 

Am Tag des bisher größten Erfolges der Kryptowährung Bitcoin, stürzte der Kurs beinahe historisch ein. Am Dienstag, 07. September 2021, wurde der Bitcoin in El Salvador offiziell zu einem Zahlungsmittel erklärt. Dem Aktienkurs hat das stark geschadet. Rund 14 Prozent hat die beliebteste und bekannteste Kryptowährung an Wert verloren. Und noch ist nicht klar, ob die Talsohle erreicht ist. Schon am Nachmittag sank der Wert eines einzigen Bitcoins auf 44.444 US-Dollar – rund 14 Prozent Wertverlust im Vergleich zum Vortag, als ein Bitcoin noch mehr als 52.500 Dollar wert war. Dieser rasante Wertverlust bezeichnet den tiefsten Wert seit Anfang August. 

Bitcoin verliert mehrere tausend Dollar an Wert

Seit Mitte Juli legte die Kryptowährung bis dato konstant an Wert zu, nachdem sie zuvor auf etwa 30.000 Dollar pro Bitcoin eingebrochen war. Mit der Regelung in El Salvador, den Bitcoin zu einem offiziellen Zahlungsmittel zu machen, gehen auch Pflichten für Händlerinnen und Händler einher. Diese müssen nun nämlich, sofern sie die technischen Mittel dafür haben, den Bitcoin als Zahlungsmittel annehmen. Mit der Anerkennung des Bitcoins als Zahlungsmittel besteht für die Einwohner*innen aus El Salvador künftig auch die Möglichkeit, die Steuern digital zu entrichten. 

Gemeinsam mit der Einführung des Bitcoins in El Salvador sollte die App und digitale Geldbörse „Chivo“ an den Start gehen. In den ersten Stunden hatten aber zahlreiche Einwohner*innen El Salvadors Probleme mit dem App-Download. Als der Download dann endlich funktionierte, waren die Online-Server des digitalen Geldbeutels so sehr ausgelastet, dass die Nutzer*innen keinen Account erstellen konnten. Damit konnten sie auch nicht auf die von der Regierung El Salvadors versprochenen 30 Dollar Startguthaben zugreifen. Ganz gelöst werden konnten die Probleme auch bis heute nicht. Wirtschaftsanalyst Timo Emden von „Enden Research“ erklärte gegenüber dem Spiegel, dass Technische Schwierigkeiten etwaige Anleger verunsichert haben könnten. Beispielsweise könnte der holprige Star von „Chivo“ einen gewichtigen Anteil an dem stark fallenden Kurs haben. 

Auch eine stärkere Regulierung könnte bei Anleger*innen zu mehr Vorsicht und einem Verkauf geführt haben, schildert der Experte. Immerhin seien Regelungen bei offiziellen Zahlungsmitteln denkbar. Der Starke Wertverfall der Kryptowährung führte bei zahlreichen weiteren Anlegern zu einem Ausverkauf von anderen Aktien. Alle Wertpapiere, die sich mit der Blockchain-Technologie befassen, auf der auch der Bitcoin basiert, wurden von Aktionär*innen vorsichtshalber abgestoßen. Dadurch verloren etwa Papiere von Coinbase, Marathon oder Riot rund zehn Prozent an Wert. 

Bitcoin-Verlust reißt auch andere Unternehmen mit sich

Auch an der zweitstärksten Kryptowährung ging der starke Einbruch nicht spurlos vorüber. So hatte die Kryptowährung Ether am gestrigen Dienstag rund 20 Prozent an Wert eingebüßt. Etwa fünf Prozent verloren die Titel der „Bitcoin Group“ aus Deutschland, Betreiber einer Kryptowährungsbörse. Inhalte von Micro Strategy, einer Software-Firma mit Investitionen in den Bitcoin in Milliardenhöhe, verloren um 8,4 Prozent an Wert. Der Bitcoin ist die verbreitetste Kryptowährung. Bislang werden Bitcoins nicht von einer Bank kontrolliert, sondern mittels rechenintensiver Prozesse am Computer erschaffen.