Die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt strebe eine Vereinbarung mit anderen aufstrebenden Schwellenländern zur Akzeptanz von Krediten in chinesischer Währung an, hieß es in einem Bericht der «Financial Times» (Donnerstag) unter Berufung auf Kreise, die an den Verhandlungen beteiligt seien. Demnach wird die China Development Bank am 29. März eine entsprechende Absichtserklärung mit Geldinstituten in Brasilien, Russland, Indien und Südafrika unterzeichnen.

Im Rahmen der Erklärung soll es der China Development Bank künftig möglich sein, Kredite in chinesischer Währung und nicht wie bisher üblich in US-Dollar zu vergeben. Gleichzeitig sollen die an der Absichtserklärung beteiligten Schwellenländer ebenfalls verstärkt Kredite in der jeweiligen Landeswährung ausgeben. Mit der verstärkten Zusammenarbeit solle der Handel der fünf Schwellenländer untereinander verstärkt und die Rolle des Yuan im Welthandel gestärkt werden, hieß es weiter in dem Bericht.

Erst im vergangenen Dezember hatten sich Chinas Staats- und Parteichef Hu Jintao und Japans Ministerpräsident Yoshihiko Noda bei einem Gipfeltreffen überraschend auf eine engere Kooperation ihrer Finanzmärkte geeinigt. Es sei vereinbart worden, den «Gebrauch des Renminbi und des Japanischen Yen in internationalen Handelstransaktionen zwischen beiden Ländern zu fördern», hieß es damals.

Bisher wird der größte Teil des Welthandels in US-Dollar abgewickelt. Die neue Finanzkooperationen könnten nach Einschätzung von Experten die Verwendung des Yuan außerhalb Chinas fördern und die Dominanz des Dollar in Asien einschränken.