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Mühlheim
Neues Discounter-Konzept

Kräuter-Anbau bei Aldi: Das steckt dahinter

"Aldi Süd" bietet nun frische Kräuter in den Supermärkten an. Die Kunden können dem Basilikum sozusagen beim Wachsen zuschauen. Damit plant der Discounter vom Billig-Image wegzukommen.
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Indoor-Farming: ALDI SÜD und Infarm lassen frische Kräuter in Filialen wachsen
Minze, Basilikum, Koriander und andere Kräuter wachsen nun in verschiedenen Filialen von "Aldi Süd". Foto: Aldi Süd

"Edeka" und "Netto" haben es vorgemacht, "Aldi Süd" zieht nun nach: In den Supermärkten von "Aldi" gibt es nun frische Kräuter - vor Ort gezüchtet und gewachsen. Dahinter steckt eine Kooperation mit dem Start-Up "Infarm". In Glaskästen mit speziellen Lichtbedingungen werden Basilikum & Co. angepflanzt und hochgezogen. Eine Software überwacht und steuert den Wachstumsprozess. "Unsere Kunden können den Kräutern beim Wachsen zusehen", sagt David Labinsky von "Aldi Süd" dazu. 

Seit Ende Mai wird das Konzept in fünf deutschen Filialen getestet, unter anderem in Frankfurt und Düsseldorf. Bis Jahresende 2020 sollen sieben weitere "Aldi Süd- Standorte hinzukommen. Für 99 Cent ist ein Kräuter-Bund erhältlich.

Sieben Wildkräuter, die man essen kann

Frische Kräuter bei Aldi: Discounter will Billig-Image abstreifen

Folgende Kräuter sind bei "Aldi Süd" erhältlich: 

  • Basilikum
  • Minze
  • Schnittlauch
  • Koriander
  • Petersilie

Mit einem Angebot wie diesem will der Discounter wohl das Billig-Image abstreifen. In Zusammenarbeit mit "Infarm" hat man dabei eine junge Zielgruppe im Blick, die Geld für ökologisch angebaute Lebensmittel ausgeben kann. Das Umweltbewusstsein soll an dieser Stelle angesprochen werden. "Damit machen wir möglich, was immer mehr Menschen nicht nur von ihrer Erfahrung im Lebensmitteleinzelhandel erwarten, sondern sich auch für unseren Planeten wünschen", erklärt Erez Galonska, einer der Gründer des Start-Ups aus Berlin. 

"Nachhaltige" Produkte anzubieten, die "zugänglich und erschwinglich" für alle seien, sei das Ziel, betont er. Bei dieser "neuen" Strategie scheint der Discounter noch Anlaufschwierigkeiten zu haben. Erst kürzlich wurde bekannt, dass "Aldi" die Preissenkungen für Wurst und Fleisch fordert. Die Hersteller reagierten darauf verärgert.

tu