«Ein klarer Beweis für unser Vertrauen in Mercedes-Benz in China», sagte der neue China-Vorstand Hubertus Troska laut Mitteilung. Zudem will Daimler in den kommenden zwei Jahren 20 neue oder neuaufgelegte Automodelle auf den chinesischen Markt bringen. Inklusive importierter Wagen will der Konzern seinen Absatz bis 2015 um ein Drittel erhöhen auf 300 000 Autos jährlich.

Daimler fährt der Konkurrenz in China noch hinterher - und verkaufte im vergangenen Jahr weniger Wagen als die Erzrivalen BMW und Audi. Bis spätestens 2020 will Daimler-Chef Dieter

Zetsche an den Bayern vorbeiziehen. Dabei sollen die neuen Modelle und bessere Vertriebsstrukturen helfen. Aus zwei getrennten Vertriebsorganisationen haben die Stuttgarter in China bereits eine gemacht. Anfang dieses Jahres stiegen die Schwaben zudem mit zwölf Prozent bei ihrem chinesischen Partner Beijing Automotive (BAIC) ein.

Den Anstoß für die neue Modelloffensive will China-Vorstand Troska am Freitag einleiten. Dann will das Unternehmen auf einer Automesse im südwestchinesischen Chengdu eine überarbeitete Version des E-Klasse-Wagens Sedan speziell für den chinesischen Markt vorstellen.

China spielt für die deutschen Autobauer eine Schlüsselrolle. Jedes fünfte Auto, das in China verkauft wird, zählt laut

Branchenverband VDA zu einer deutschen Konzernmarke. Seit 2005 haben

deutsche Pkw-Hersteller ihren Absatz in China versiebenfacht.