Dies ist das vierte Verlustquartal in Folge. Der Fehlbetrag summiert sich damit in den ersten neun Monaten des Jahres auf knapp 3,4 Milliarden Pfund. Ein Loch rissen erneut die Schadenersatzansprüche von mit Kreditausfallversicherungen falsch beratenen Kunden. Dafür legte das Institut im dritten Quartal weitere 400 Millionen Pfund zur Seite. Damit hat der Fall, der die ganze britische Bankenbranche trifft, die RBS schon 1,7 Milliarden Pfund gekostet. Zudem drückte wie bei vielen Großbanken die Neubewertung eigener Schulden auf das Ergebnis. Dies führte zu einer Belastung von 1,5 Milliarden Pfund.

Die Geschäfte liefen für die Bank aber zuletzt deutlich besser: Um die Sondereffekte bereinigt wies die Bank im dritten Quartal einen Gewinn von gut einer Milliarde Pfund aus, vor einem Jahr schaffte sie gerade einmal ein Plus von zwei Millionen. «Wir unternehmen die Schritte, die nötig sind, um die Bank sicherer und stärker zu machen», sagte Vorstandschef Stephen Hester.

Die Royal Bank of Scotland erwartet nach eigenen Angaben auch eine Strafzahlung im Skandal um manipulierte Libor-Zinssätze. Konkurrent Barclays hatte dafür bereits 290 Millionen Pfund zahlen müssen. In welchem Maße die RBS betroffen sein könnte, wollte die Bank nicht bekanntgeben.