Der Opel-Aufsichtsratschef Steve Girsky zerstreute Sorgen von Arbeitnehmervertretern. An die Mitarbeiter des Entwicklungszentrums in Rüsselsheim gerichtet sagte Girsky: «Ich würde sagen, sie sollten keine Angst haben.»

Gerüchte um einen möglichen Verkauf von Opel entbehren nach Worten Girskys, der auch Vizechef der Opel-Mutter General Motors (GM) ist, jeder Grundlage: «Das ist alles nicht wahr. Opel steht nicht zum Verkauf und PSA möchte auch nicht kaufen.» Nach Medienberichten hatte die französische Regierung den angeschlagenen Autohersteller PSA gedrängt, Opel zu übernehmen. Eine Fusion sei keine Option: «Es gibt viele Dinge, die wir alleine machen müssen», sagte Girsky.

PSA und Opel leiden massiv unter der Absatzkrise in Europa. Beide häufen enorme Verluste an und wollen die Kosten über das Potenzial der Allianz hinaus drastisch senken. Opel wird deshalb das Werk Bochum mit mehr als 3000 Mitarbeitern spätestens Ende 2016 schließen. Sollten die Beschäftigten einem Sparpeket nicht zustimmen, läuft die Fertigung im Ruhrgebiet schon Ende 2014 aus.