Mülheim an der Ruhr
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Winterstern statt Weihnachtsstern: So reagiert Aldi auf die Kritik der Kunden

Seit kurzem gibt es bei Aldi eine Pflanze namens "Winterstern" zu kaufen. Viele Kunden reagieren verärgert. Sie werfen dem Discounter vor, den "Weihnachtsstern" einfach umbenannt zu haben. Doch die Sache ist nicht ganz so einfach...
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Aldi verkauft jetzt Wintersterne - und die Aufregung ist groß. Foto: Dunja Neupert
Aldi verkauft jetzt Wintersterne - und die Aufregung ist groß. Foto: Dunja Neupert

Seit wenigen Tagen verkauft Aldi-Süd "Wintersterne" in seinen Filialen. Doch schon bevor die Gewächse überhaupt erhältlich sind, wettern etliche Kunden in sozialen Netzwerken gegen den Discounter. Der Grund: Die "Wintersterne" sehen den hierzulande bekannten "Weihnachtssternen" verdächtig ähnlich.

Aldi verkauft Wintersterne statt Weihnachtssterne - und die Aufregung ist groß

Schon wittern einige Kommentatoren die heimliche Abschaffung von Weihnachten, den Bruch mit christlich-abendländischen Traditionen oder gar die Unterwerfung gegenüber linken Foren und dem Islam. So jedenfalls der Vorwurf eines Kommentators, der viel Beachtung bei Facebook fand.

In seinem Kommentar kritisiert ein Kunde die Umbenennung, die sich laut seiner Sicht nahtlos einreihe in die Umbenennung von Weihnachts- in Wintermärkte. Dies sei ja wohl nicht im Sinne der Aldi-Gründer - der Gebrüder Albrecht - die ihrerseits praktizierende Katholiken gewesen seien. Wörtlich schrieb der User: "Sie würden wahrscheinlich beide in ihrer Urne rotieren". Der erboste Kunde beendet sein Statement an der Pinnwand der Aldi-Süd-Facebookseite mit dem Wunsch, einige Kunden mögen den "Winterstern links liegen lassen".

Aldi kontert erbosten Kunden: Reaktion ist bemerkenswert

Bemerkenswert ist die Reaktion von Aldi-Süd, für die der Discounter von vielen Nutzern gefeiert wird. Ein gewisser Irek sorgte bei dem Kunden nämlich für Aufklärung: "Bei dem Winterstern handelt es sich nicht um den klassischen roten Weihnachtsstern, sondern um eine Abwandlung". Man habe sich für den Namen entschieden, um eine Verwechslung zu vermeiden, heißt es weiter. Außerdem werden man demnächst auch noch Weihnachtssterne (als Busch) anbieten. "Du darfst ihn (den Winterstern, Anm. d. Red.) auch Horst nennen, wenn du dich damit besser fühlst", kontert der Aldi-Admin und hat damit die Lacher auf seiner Seite.

"Seit jeher begrüßen wir und unsere Gründer alle Menschen, gleich welcher Religion, sozialer, ethischer oder nationaler Herkunft oder Staatsangehörigkeit", heißt es weiter. Das Statement endet mit den Hashtags #dealwithit und #keinplatzfürrassismus und einem Herz-Emoji.

Bereits vor etwa zwei Wochen hatte ein bei Aldi-Nord angebotener "Herbststern" für ähnlich viel Wirbel gesorgt. Dabei war auch hier die Aufregung vollkommen überflüssig.

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