Laden...
Franken
Discounter

Aldi: Milch wird teurer - das sagen die Bauern

Die Preise für Milch und Milchprodukte bei "Aldi" steigen: Was die Bauern damit zu tun haben.
 
Milch wird bei "Aldi" teurer. Symbolfoto: pexels.com

Milch und einige Milchprodukte werden teurer: Aldi hat nach neuen Lieferverträgen den Preis für Milch um 6 Cent je Liter in der untersten Preislage angehoben. Demnach kostet Milch mit 1,5 Prozent Fett jetzt 71 Cent je Liter und mit 3,5 Prozent Fett 79 Cent je Liter, wie "Aldi Nord" und "Aldi Süd" am Montag auf Anfrage der dpa mitteilten.

Das entspricht einem Plus von 9,2 und 8,2 Prozent. Auch bei Speisequark stiegen die Preise demnach um 6 beziehungsweise 5 Cent je Packung und nach Fettkategorie.

Milch bei Aldi wird teurer: Auch andere Produktpreise steigen

Nach Angaben von "Aldi Nord" wurden darüber hinaus auch die Preise einiger weiterer Milchprodukte zum 2. Mai angepasst, darunter Kaffeesahne und Kondensmilch, Crème fraîche und Saure Sahne.

"Aldi Süd" wollte sich zu weiteren möglichen Preisanhebungen neben Milch und Quark nicht äußern. Erfahrungsgemäß gehen die beiden selbstständigen Schwesterunternehmen bei derartigen Preisveränderungen gemeinsam vor.

Aldi: Preiserhöhung durch Bauernproteste?

Zum 1. Mai treten üblicherweise neue halbjährliche Lieferverträge der Molkereien mit den einzelnen Lebensmittelhändlern für Milch und auch weitere Milchprodukte in Kraft. An den Preisen von "Aldi" orientieren sich erfahrungsgemäß Supermarktketten in ihrer untersten Preislage. Für Butter gelten häufig nur monatliche Lieferverträge. Auch bei Käse ist die Dauer der Lieferverträge deutlich kürzer als bei Milch.
 
Der "Bundesverband Deutscher Milchviehhalter" sieht die Preiserhöhung bei Milch durch Aldi als einen Erfolg der Bauernproteste in den vergangenen Monaten. Dagegen gebe es aber einen sinkenden Preistrend bei Butter, sagte Verbandssprecher Hans Foldenauer der dpa.

Das wiege schwerer als der gestiegene Milchpreis. Die Trinkmilch stehe nur für elf Prozent der Verarbeitungsmenge. Für die Milchbauern spitze sich die Situation zu – auch weil der Gastronomieabsatz weggefallen sei.