Die europäische Schuldenkrise und die schwächere Nachfrage aus Schwellenländern belasten den Kölner Motorenbauer. Nach einem enttäuschenden zweiten Quartal erwartet das Management auch für die zweite Jahreshälfte keine wesentliche Besserung und legt die Latte niedriger. Nun soll am Jahresende ein Umsatz von 1,3 bis 1,4 Milliarden Euro stehen, die Umsatzrendite des Gewinns vor Zinsen und Steuern soll zwischen 3 und 4 Prozent liegen. Seine ursprünglichen Ziele hatte der Konzern bereits früher gekippt.

NEUE UNTERNEHMENSZIELE IM FOKUS DER ANALYSTEN

Analyst Karsten Oblinger von der DZ Bank betonte in seinem ersten Kommentar, dass Deutz mit den neuen Schätzungen unter den bisherigen Konsenserwartungen liege. Diese seien aber auch deutlich zu optimistisch gewesen. Die vorgelegten Zahlen für das zweite Quartal hätten dagegen in etwa den bereits veröffentlichten vorläufigen Eckdaten entsprochen. Oblinger bewertet die Titel mit "Sell".

Der Motorenbauer habe ihre Erwartungen erfüllt und die neuen Unternehmensprognosen hätten sich mit ihren ersten Berechnungen nach der Gewinnwarnung gedeckt, schrieb Commerzbank-Analystin Yasmin Moschitz. Sie werde ihre Schätzungen nun aber entsprechend anpassen: Für den Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) könnten sie um rund 50 Prozent sinken. Moschitz stuft die Titel weiter mit "Buy" ein.