Nach dem mehrstündigen Warnstreik vom Vortag kamen am Freitag Vertreter des Unternehmens und der Gewerkschaft Verdi im südhessischen Seeheim-Jugenheim zur zweiten Verhandlungsrunde zusammen.

Die Teilnehmer rechneten mit einer sehr langen Verhandlungsrunde, die aber voraussichtlich noch nicht zu einem Abschluss führt.

Verdi fordert für die Mitarbeiter vor allem aus den Technik- und Servicebereichen 5,2 Prozent mehr Geld und wirksamen Kündigungsschutz im Rahmen des Sparprogramms «Score».

Von der Lufthansa verlangt die Gewerkschaft, ihre Gegenforderungen nach Mehrarbeit, Nullrunden und Aussetzung der Aufstiegsregeln fallen zu lassen. Zur Frage der Entgelte werde man in dieser Runde wahrscheinlich gar nicht kommen, hatte die Verdi-Verhandlungsführerin Christine Behle vor Beginn der Gespräche gesagt.

Eine dritte Verhandlungsrunde ist bereits für den 17. April verabredet. Wegen des Warnstreiks, an dem bundesweit mehrere tausend Lufthanseaten teilnahmen, hatte die Lufthansa am Donnerstag fast 700 Flugverbindungen abgesagt.