Danach sollen die wesentlichen Argumente und Diskussionslinien aus den Sitzungen des EZB-Rates veröffentlich werden, aber keine Protokolle mit genauem Wortlaut, berichtet die Tageszeitung (Montag) mit Berufung auf Notenbankkreise.

Das könnte Marktteilnehmern helfen, die Geldpolitik der Währungshüter besser einzuschätzen. Der EZB-Rat ist die höchste Entscheidungsinstanz der EZB und legt auch den Leitzins fest.

Das Abstimmungsverhalten und Aussagen einzelner Ratsmitglieder soll nach den Vorschlägen auch weiterhin geheimbleiben. Offen sei hingegen, ob das Abstimmungsergebnis veröffentlicht werden soll.

Bereits im vergangenen August hatte EZB-Chef Mario Draghi angekündigt, das der Rat transparenter informieren müsse, wie seine Entscheidungen zustande kommen. Bislang liegen die Mitschriften 30 Jahre unter Verschluss.