Für den MDax ging es um 0,57 Prozent auf 10 726,20 Punkte nach oben, der TecDax rückte um 1,53 Prozent auf 790,67 Punkte vor.

Gute US-Konjunkturdaten aus den USA, wie der am Nachmittag veröffentlichte Philly-Fed-Index, passten in das freundliche Gesamtbild. «Die Aktien profitieren von dem aktuellen Marktumfeld am meisten», sagte Marktstratege Markus Reinwand von der Landesbank Hessen-Thüringen. So hätten wichtige Konjunkturindikatoren nach oben gedreht, und die Zinsen seien derzeit niedrig. Zudem entspanne sich die europäische Staatsschuldenkrise etwas. «Trotz der jüngsten Kursanstiege sehe ich noch keine akute Überhitzung des Marktes», fuhr er fort. Anlegern rät Reinwand, Gewinne laufen zu lassen.

Am Donnerstag legten auch zahlreiche Unternehmen Geschäftszahlen für 2011 vor. Ein überdurchschnittliches Salzgeschäft und eine robuste Düngernachfrage hatten dem Unternehmen K+S einen Umsatz- und Gewinnsprung beschert. Die Aktien schnellten an der Dax-Spitze um mehr als sieben Prozent auf 39,16 Euro in die Höhe. Zweitbester Indexwert waren HeidelbergCement, die nach der Präsentation ihrer Bilanz mehr als fünf Prozent gewannen und auf 44,57 Euro stiegen. Die Papiere notieren damit auf dem höchsten Stand seit Anfang Juli.

Titel der Lufthansa notierten zwischenzeitlich am Dax-Ende, konnten ihre Verluste aber auf ein knappes Prozent eindämmen. Händlern zufolge hat vor allem der vorsichtige Ausblick der Kranichlinie auf das Jahr 2012 die Anleger verschreckt. Als schwächster Wert im MDax sackten die Papiere von Deutz nach einer gekappten Margenprognose für 2012 um mehr als vier Prozent ab. Douglas verteuerten sich um 0,30 Prozent auf 36,64 Euro. Am Abend belasteten kurzfristig Nachrichten aus der außerordentlichen Aufsichtsratssitzung. Demnach will sich das Unternehmen, anders als spekuliert wurde, nicht von der Buchkette Thalia trennen.

Gildemeister hingegen zogen nach Zahlen an der Index-Spitze um über sechs Prozent auf 12,95 Euro an. Klarer Favorit im TecDax waren die Anteilsscheine von Aixtron, die nach einer Kauf-Empfehlung durch die Deutsche Bank um gut 15 Prozent nach oben kletterten.

Der Eurostoxx 50 schloss 0,74 Prozent fester bei 2593,97 Punkten, und auch der Leitindex in Paris schloss fest, wohingegen die Börse in London mit leichten Verlusten endete. In New York lag der Dow Jones Industrial zum Handelsschluss in Europa mit rund 0,30 Prozent im Plus, und der S&P 500 erreichte erstmals seit Mitte 2008 wieder die Marke von 1400 Punkten.

Am Rentenmarkt stieg die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 1,64 (Mittwoch: 1,57) Prozent. Der Rentenindex Rex sank um 0,30 Prozent auf 130,30 Punkte. Der Bund-Future büßte 0,20 Prozent ein und sank auf 136,53 Punkte. Der Euro stieg. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,3057 (1,3062) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7659 (0,7656) Euro.