Es werde ein deutlich stärkeres zweites Halbjahr erwartet, teilte der Mannheimer MDax-Konzern mit.

Im ersten Halbjahr sank die Leistung um zwei Prozent auf gut vier Milliarden Euro. Beim operativen Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Firmenwertabschreibungen (Ebita) war der Rückgang mit 11 Prozent auf 146 Millionen Euro noch deutlicher. Der Gewinn brach zwar um mehr als die Hälfte auf 68 Millionen Euro ein. Doch vor einem Jahr hatte der Konzern hohe Veräußerungsgewinne verbucht.

Die Prognosen für 2013 bestätigte Bilfinger. Operatives Ergebnis und das bereinigte Konzernergebnis sollen auf vergleichbarer Basis zulegen. Auch die Leistung dürfte sich erhöhen. Dafür seien aber weiter erhebliche Anstrengungen nötig.

Bilfinger will neben der Umsetzung seiner Wachstumsstrategie auch Kosten sparen. So seien etwa die Verwaltungskosten zu hoch, sagte der Vorstandsvorsitzende Roland Koch. Er schloss auch einen Personalabbau nicht aus: «Dass wir ohne Personalmaßnahmen auskommen, das war in der Vergangenheit nicht so und das wird auch in der Zukunft nicht so sein.» Derzeit beschäftigt das Unternehmen rund 69 840 Mitarbeiter, das sind rund 4450 mehr als zum Vorjahreszeitpunkt.

Bilfinger geht davon aus, dass der Rückstand aus den ersten drei Monaten im weiteren Jahresverlauf mehr als ausgeglichen werden kann. Investitionszurückhaltung der Wirtschaft und anhaltender Preisdruck machten dem Konzern aber weiter zu schaffen. «Wir sind nicht frei von Unsicherheiten», sagte Koch. Vor allem in Europa sei die wirtschaftliche Situation schwierig. «Auf europäischer Ebene ist die Bereitschaft, Projektaufträge zu verteilen, sehr zurückhaltend.»