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150 Jahre Goldman Sachs: Aus Unterfranken an die Wall Street

Vor 150 Jahren, im Januar 1869, wurde mit Goldman Sachs eine der einflussreichsten Banken der Welt gegründet. Die Wurzeln des Gründers Marcus Goldman liegen in Unterfranken.
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Seit 1999 ist Goldman Sachs an der New Yorker Börse vertreten. Der Firmengründer Marcus Goldman stammte aus Unterfranken. Symbolfoto: Pexels/energepic.com
Seit 1999 ist Goldman Sachs an der New Yorker Börse vertreten. Der Firmengründer Marcus Goldman stammte aus Unterfranken. Symbolfoto: Pexels/energepic.com

Vor 150 Jahren, im Januar 1869, ließ sich Marcus Goldman in New York nieder und eröffnete in einer Parallelstraße der Wall Street das Büro "M.Goldman & Co". Als Broker handelte er mit Schuldscheinen von Tabak- und Diamantenhändlern. Im Jahr 1948 war Goldman, der 1821 als Mark Goldmann in Trappstadt im heutigen Landkreis Rhön-Grabfeld geboren wurde, nach der Märzrevolution in die USA ausgewandert. Zunächst arbeitete er in Philadelphia als Händler, bevor er vier Jahre nach dem amerikanischen Bürgerkrieg nach New York zog.

Aus Unterfranken an die New Yorker Börse

Nachdem zuerst Goldmans Schwiegersohn und Geschäftspartner Samuel Sachs und später auch sein Sohn Henry ins Unternehmen einstiegen, erhielt es den Namen "M. Goldman & Sachs". Der Gründer selbst zog sich 1894 aus der Firma zurück. Zwei Jahre später wurde Goldman Sachs eingeladen, als Broker der New Yorker Börse beizutreten. Marcus Goldman starb im Sommer 1904.

Heute eine der größten Investmentbanken

Heute ist Goldman Sachs eine der größten Investmentbanken der Welt. Seit 1999 ist Goldman Sachs unter dem Ticker-Kürzel "GS" selbst an der New Yorker Börse vertreten. Durch die Finanzkrise 2008 schaffte es die Bank ohne größere Probleme. Kritiker werfen ihr allerdings vor, die Krise mit verursacht zu haben.

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