Brandenburg an der Havel
Unterschlagung

Wieder Ärger für Hermes: Paketbote schafft mehr als 1000 Pakete zur Seite - Motiv rätselhaft

Paketzusteller Hermes kommt nicht aus den Schlagzeilen: Nach dem Fall einer "Wurfsendung" in Köln wurde jetzt bekannt, dass ein Paketbote in Brandenburg über Jahre hinweg mehr als 1000 Päckchen zur Seite geschafft haben soll.
Artikel drucken Artikel einbetten
Krasser Fall von Paket-Klau:  Ein Paketbote aus Brandenburg an der Havel soll mehr als 1000 Pakete beiseite geschafft und an mehreren Orten gelagert haben.  Symbolbild: Rolf Vennenbernd, dpa
Krasser Fall von Paket-Klau: Ein Paketbote aus Brandenburg an der Havel soll mehr als 1000 Pakete beiseite geschafft und an mehreren Orten gelagert haben. Symbolbild: Rolf Vennenbernd, dpa

Dieser Fall von Paket-Diebstahl ist besonders krass und bedeutet neuen Ärger bei Paketzusteller Hermes: Ein Paketbote aus Brandenburg an der Havel soll mehr als 1000 Pakete beiseite geschafft und an mehreren Orten gelagert haben. Darüber berichtete zuerst die Märkische Allgemeine. Erst vor kurzem verbreitete sich ein Video im Internet, in dem ein Hermes-Bote versucht, ein Paket per Wurf auf einen Balkon zuzustellen. Der Mitarbeiter wurde daraufhin von Hermes gefeuert.

Massenhafte Unterschlagung: Über Jahre hinweg Pakete und Warensendungen beiseite geschafft

Auf den mutmaßlichen Fall von massenhafter Unterschlagung in Brandenburg wurde die Polizei durch eine Nachbarin des Hermes-Paketboten aufmerksam gemacht. Die Frau hatte gemeldet, im Wohnhaus des Verdächtigen mehr als 100 Pakete und Warensendungen gefunden zu haben. Bei der Überprüfung durch die Ermittler stellte sich zunächst heraus, dass der 35-Jährige über Jahre hinweg hunderte Pakete beiseite geschafft hatte.

Zum Thema: Umfrage - Diese Berufe sind besonders undankbar

Nachdem der Mann festgenommen hatte, stellte sich heraus, dass er an weiteren Orten noch mehr nicht zugestellte Päckchen versteckt hatte. Insgesamt sollen es sich wohl um deutlich mehr als 1000 unterschlagene Pakete handeln.

Nach ersten Schätzungen der Polizei liegt der entstandene Schaden bei mehreren zehntausend Euro. Die Besitzer der nicht zugestellten Sendungen müssen sich weiter gedulden, weil die Polizei zunächst alle Pakete und Waren dokumentiert. Rätselhaft ist momentan das Motiv des Paketboten: Viele der Pakete hatte er nämlich gar nicht geöffnet. Ein ähnlicher Fall von Paket-Klau hatte es im vergangenen Jahr in Mittelfranken ereignet.

Lesen Sie auch: Oberfranken - Paketbote bringt junger Frau Päckchen und zeigt ihr dann seinen Penis