Die Deutsche Bahn kämpft gegen Kupfer- und Aluminiumdiebe - und steigert damit auch die Pünktlichkeit ihrer Züge. Mit einem Rückgang der Delikte sank im vergangenen Jahr die Zahl der Verspätungsminuten. Wegen fehlender Kabel oder Schienenstücke mussten Reisende über das Jahr verteilt zwar noch immer auf 10 000 Züge warten, 2012 waren es aber noch 17 000, wie Konzernsicherheitschef Gerd Neubeck am Mittwoch in Berlin sagte. Die Verspätungsminuten gingen demnach um 45 Prozent zurück.

Kriminelle sehen in der stark gestiegenen Nachfrage nach Buntmetallen ein lukratives Geschäft und machen der Bahn seit langem zu schaffen. Die Diebe - oft in Banden organisiert - haben es vor allem auf Materialien wie Kupfer, Aluminium oder Bronze abgesehen, die sich in Tragseilen, Fahrleitungsdrähten, Erdungskabeln und Schienen finden.